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Ams Osram Aktie: Indie Semiconductor kauft CMOS für 40 Millionen

ams OSRAM trennt sich für 40 Millionen Euro von der CMOS-Sparte und präsentiert effizientere Infrarot-LEDs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf der CMOS-Bildsensor-Sparte
  • Neue IR:6-LED-Serie vorgestellt
  • EU-Chips-Act 2.0 als Rückenwind
  • Aktie erholt sich von Jahrestief

ams OSRAM sortiert sein Portfolio. Der österreichisch-deutsche Halbleiterhersteller trennt sich von seiner CMOS-Bildsensor-Sparte und bringt gleichzeitig eine neue Generation von Infrarot-LEDs auf den Markt.

CMOS-Verkauf an Indie Semiconductor

Der Käufer steht fest: Indie Semiconductor übernimmt das CMOS-Bildensorgeschäft für 40 Millionen Euro. Davon fließen 35 Millionen Euro als Barzahlung. Die restlichen 5 Millionen Euro bildet eine Verkäuferanleihe ab.

Indie Semiconductor stärkt damit seine Position im Automobil-Halbleiter-Segment. Für ams OSRAM ist der Deal Teil einer laufenden Portfoliostraffung. Das Unternehmen will sich auf Kernkompetenzen in der Licht- und Sensortechnologie konzentrieren.

Neue IR:6-Serie mit deutlich mehr Leistung

Parallel startete ams OSRAM gemeinsam mit Distributor Future Electronics eine Kampagne für die neue Infrarot-LED-Serie IR:6. Die Produktreihe bietet laut technischen Spezifikationen 35 Prozent mehr Helligkeit und 42 Prozent höhere Effizienz gegenüber der Vorgängergeneration.

Die LEDs sind in den Wellenlängen 850 und 940 Nanometer erhältlich. Zielanwendungen sind biometrische Authentifizierung, medizinische Bildgebung und Maschinenvision. Durch den geringeren Stromverbrauch eignen sich die Komponenten für mobile wie stationäre Geräte.

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Branchenrückenwind und EU-Impulse

Das Marktumfeld spielt ams OSRAM in die Hände. Die Nachfrage nach KI-Hardware treibt die gesamte Halbleiterbranche. TSMC-Management signalisierte auf der Hauptversammlung am 4. Juni, dass Kapazitäten für fortschrittliche Chips an ihre Grenzen stoßen — was Preiserhöhungen in der Lieferkette nach sich ziehen könnte.

Hinzu kommt politischer Rückenwind aus Brüssel. Die EU-Kommission hat am 3. Juni ein Gesetzespaket zur digitalen Souveränität vorgestellt. Der enthaltene „Chips Act 2.0″ soll privates Kapital mobilisieren und die europäische Chip-Produktion widerstandsfähiger machen. Spezialisierte Hersteller wie ams OSRAM könnten von einer stärkeren Einbindung in lokale Wertschöpfungsketten profitieren.

Die Aktie eröffnete am Mittwoch bei 23,10 Euro und bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 22,80 und 23,60 Euro — weit unter dem 52-Wochen-Hoch von 26,40 Euro, aber deutlich erholt gegenüber dem Jahrestief bei 7,30 Euro.

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