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Symbolbild, KI-generiert

ams-OSRAM Aktie: 6,7 Prozent nach Infineon-Anhebung

ams-OSRAM profitiert von Infineons Prognoseanhebung und treibt KI-Photonik sowie MicroLED voran. Die Aktie legte um 6,7 Prozent zu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt um 6,7 Prozent
  • Infineon hebt Jahresprognose an
  • Fokus auf KI-Photonik und MicroLED
  • Quartalszahlen übertreffen Erwartungen

Die Aktie von ams-OSRAM verzeichnete am gestrigen Dienstag einen deutlichen Kursanstieg von 6,7 % und schloss bei 19,00 Euro. Maßgeblicher Treiber für diese positive Entwicklung war das Marktumfeld im Halbleitersektor, das durch positive Signale des Partners Infineon beflügelt wurde. Die Anhebung der Jahresprognose durch den DAX-Konzern auf ein Umsatzziel von 16,3 Milliarden Euro strahlte unmittelbar auf ams-OSRAM aus.

Rückenwind durch Partner und Portfolioreinigung

Besonderes Augenmerk legten Investoren auf die Aussagen von Infineon zum erworbenen Sensor-Portfolio. Der Verkauf des Bereichs für „Non-optical-Analog/Mixed-Signal“-Sensorik von ams-OSRAM an Infineon wurde zum 1. Juli dieses Jahres final vollzogen. Medienberichten zufolge soll dieses Geschäft im laufenden Jahr rund 230 Millionen Euro zum Umsatz des Käufers beitragen.

Für ams-OSRAM bedeutet der erfolgreiche Abschluss dieser Desinvestition einen wichtigen Schritt in der strategischen Portfoliobereinigung. Das Unternehmen konzentriert sich nun verstärkt auf sein Kernportfolio. Die positiven Kommentare des Käufers über die Qualität der übernommenen Sensortechnologien untermauern die technologische Substanz des ehemaligen ams-OSRAM-Segments und stärken das Vertrauen in die verbleibenden Geschäftsbereiche.

Technologische Meilensteine bei KI und MicroLED

Parallel zur Neuausrichtung des Portfolios treibt das Management die Expansion in zukunftsträchtige Technologiefelder voran. CEO Aldo Kamper bestätigte kürzlich das Erreichen wichtiger technischer Meilensteine bei MicroLED-Light-Engines, die speziell für Anwendungen im Bereich Augmented Reality (AR) entwickelt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der KI-Photonik. Das Unternehmen baut sein Angebot für optische Interconnect-Architekturen aus, die eine zentrale Rolle in der Infrastruktur von KI-Rechenzentren spielen.

Durch diese Positionierung wird ams-OSRAM in Marktberichten zunehmend als Profiteur der wachsenden Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz hervorgehoben. Zusätzlich wurde im Mai die Veräußerung des CMOS-Bildsensor-Geschäfts an Indie Semiconductors vereinbart, um die Komplexität des Konzerns weiter zu reduzieren.

Operative Entwicklung und Schutz der Innovationen

Die operative Erholung spiegelte sich bereits in den Ergebnissen für das zweite Quartal wider, die vor gut drei Wochen veröffentlicht wurden. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 805 Millionen Euro. Dabei verzeichnete das Halbleiter-Kernportfolio ein währungsbereinigtes Wachstum von 13 % im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 16,9 % erreichte ams-OSRAM das obere Ende der eigenen Zielvorgaben.

Um die Marktposition im Bereich der Automobil-Beleuchtung zu sichern, geht das Unternehmen zudem juristisch gegen Patentverletzungen vor. Laut Berichten von Digitimes wurden in Deutschland zwei Patentklagen gegen einen Elektronik-Distributor eingereicht. Ziel ist es, Schutzrechte für Automotive-LED-Innovationen gegen Produkte des chinesischen Herstellers Refond Optoelectronics zu verteidigen.

Trotz eines vorsichtigeren Marktumfelds für das Gesamtjahr stellt das Management für das dritte Quartal eine Fortsetzung der operativen Erholung in Aussicht. Die Aktie von ams-OSRAM weist seit Jahresbeginn eine Performance von 126 % auf und unterstreicht damit die starke Erholungstendenz der vergangenen Monate.

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