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Symbolbild, KI-generiert

Ams Osram Aktie: 570-Millionen-Deal bei Infineon

Ams Osram treibt den Schuldenabbau voran und erwartet die Kartellamtsentscheidung zum Spartenverkauf an Infineon.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kartellamt prüft Spartenverkauf an Infineon
  • Milliardenanleihe zur Schuldenrefinanzierung platziert
  • Sparprogramm soll Kosten bis 2028 senken
  • KI-Optikgeschäft als künftige Wachstumschance

Ams Osram baut den eigenen Konzern grundlegend um. Der Halbleiterhersteller senkt Kosten und baut Schulden ab. Parallel dazu wartet der Markt auf eine entscheidende Freigabe. Das Bundeskartellamt prüft den Verkauf einer wichtigen Sparte.

Warten auf die Freigabe

Infineon übernimmt das nicht-optische Sensorgeschäft der Österreicher. Dafür fließen 570 Millionen Euro in bar. Das Bundeskartellamt prüft diesen Deal aktuell intensiv. Eine Entscheidung erwarten Marktbeobachter noch im laufenden Quartal.

Stimmen die Wettbewerbshüter zu, verbessert sich die Bilanz deutlich. Der Verschuldungsgrad des Unternehmens würde von 3,3 auf rund 2,5 sinken. Infineon erhält dabei Produkte und geistiges Eigentum. Fertigungsanlagen wechseln nicht den Besitzer.

Frisches Geld und harte Schnitte

Die finanzielle Neuaufstellung läuft bereits auf Hochtouren. Ams Osram platzierte erfolgreich eine neue Anleihe über eine Milliarde Euro. Die Papiere laufen bis Mai 2032 und verzinsen sich mit 7,25 Prozent.

Mit dem frischen Geld tilgt der Konzern alte Schulden. Darunter fallen teure Anleihen mit zweistelligen Zinssätzen. Das Ziel: eine dauerhaft günstigere Finanzierungsstruktur.

Im gleichen Schritt greift das Management bei den Ausgaben durch. Das Sparprogramm „Simplify“ soll die Kosten bis 2028 um 200 Millionen Euro drücken. Mehr Automatisierung in europäischen Werken treibt diesen Prozess voran.

KI-Fantasie stützt den Kurs

Das operative Kerngeschäft liefert derweil ein solides Fundament. Im ersten Quartal erwirtschaftete Ams Osram einen Umsatz von 796 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 16,5 Prozent.

Langfristig setzt das Management auf einen neuen Wachstumsmarkt. Optische Lösungen für KI-Rechenzentren sollen künftig hohe Erträge bringen. Gemeinsam mit einem Partner entwickelt Ams Osram spezielle Micro-Emitter-Arrays. Diese Technologie macht den Datentransfer zwischen Hochleistungsprozessoren wesentlich energieeffizienter. Finanzchef Rainer Irle rechnet ab dem Jahr 2030 mit Umsätzen im hohen dreistelligen Millionenbereich.

An der Börse kommt der strikte Kurs gut an. Die Aktie notiert aktuell bei 19,90 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus auf 134,12 Prozent. Damit hat der Titel den 200-Tage-Durchschnitt von 11,72 Euro weit hinter sich gelassen. Fällt nun die Entscheidung der Kartellwächter positiv aus, steht der nächste Schritt der Sanierung rechtlich fest.

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