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Ams Osram: 7,64% Minus vor Q1-Zahlen

Ams Osram verzeichnet vor Quartalszahlen Kursverluste, treibt aber Sparprogramm und Schuldenabbau voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrutsch vor Quartalsbericht
  • Umsatzziel von 760 Millionen Euro
  • Neues Sparprogramm „Simplify“ gestartet
  • Verschuldung durch Verkäufe gesenkt

Erst der Höhenflug, dann der harte Rücksetzer. Bei Ams Osram prallen kurz vor den Quartalszahlen Gewinnmitnahmen auf hohe Erwartungen. Am Freitag rutschte das Papier um fast sieben Prozent auf 12,75 Euro ab. Damit verpuffte ein Teil der starken Jahresrally. Seit Januar steht dennoch ein Kursplus von 50 Prozent auf der Tafel.

Am 7. Mai öffnet der Konzern die Bücher für das erste Quartal. Investoren blicken genau auf die Prognose. Die Ziele sind klar definiert. Ams Osram peilt einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro an. Die bereinigte operative Marge soll bei etwa 15 Prozent liegen.

Marktbeobachter achten dabei besonders auf eine aktuelle Veränderung im Portfolio. Der Verkauf des Speziallampengeschäfts an Ushio Inc. fließt erstmals in die Bewertung ein. Die Entkonsolidierung verändert die Umsatzbasis spürbar.

Harter Sparkurs geht weiter

Parallel dazu treibt der Vorstand den internen Umbau voran. Das neue Programm trägt den Namen „Simplify“. Es schließt direkt an das vorherige Sparpaket an. Dieses endete früher als geplant und drückte die Kosten bereits um einen dreistelligen Millionenbetrag.

Nun folgt der nächste Schritt. Das Ziel: Bis 2028 will das Unternehmen weitere 200 Millionen Euro einsparen. Dafür streicht Ams Osram weltweit rund 2.000 Arbeitsplätze. Die Maßnahmen sollen die Profitabilität in einem schwierigen Marktumfeld sichern. Währungsschwankungen und teure Edelmetalle belasten das operative Geschäft weiterhin.

Bilanzschulden sinken

Die finanzielle Basis des Halbleiterherstellers steht mittlerweile stabiler da. Ein wesentlicher Faktor war der Verkauf des Nicht-Optik-Sensorgeschäfts. Infineon zahlte dafür 570 Millionen Euro. Mit diesem Geld und dem Rückkauf von Wandelanleihen senkte Ams Osram die Verschuldung. Der Leverage-Faktor liegt pro-forma nur noch beim 2,5-fachen.

Die kommenden Tage dürften volatil bleiben. Charttechniker beobachten nun die Marke von 10,13 Euro. Dort verläuft die 200-Tage-Linie als wichtige Unterstützung. Ein Bruch dieser Linie könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Hält dieser Bereich, rückt die fundamentale Entwicklung im Bereich der digitalen Photonik wieder in den Vordergrund.

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Diskussion zu Ams Osram

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.