Erst der Höhenflug, dann der harte Rücksetzer. Bei Ams Osram prallen kurz vor den Quartalszahlen Gewinnmitnahmen auf hohe Erwartungen. Am Freitag rutschte das Papier um fast sieben Prozent auf 12,75 Euro ab. Damit verpuffte ein Teil der starken Jahresrally. Seit Januar steht dennoch ein Kursplus von 50 Prozent auf der Tafel.
Am 7. Mai öffnet der Konzern die Bücher für das erste Quartal. Investoren blicken genau auf die Prognose. Die Ziele sind klar definiert. Ams Osram peilt einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro an. Die bereinigte operative Marge soll bei etwa 15 Prozent liegen.
Marktbeobachter achten dabei besonders auf eine aktuelle Veränderung im Portfolio. Der Verkauf des Speziallampengeschäfts an Ushio Inc. fließt erstmals in die Bewertung ein. Die Entkonsolidierung verändert die Umsatzbasis spürbar.
Harter Sparkurs geht weiter
Parallel dazu treibt der Vorstand den internen Umbau voran. Das neue Programm trägt den Namen „Simplify“. Es schließt direkt an das vorherige Sparpaket an. Dieses endete früher als geplant und drückte die Kosten bereits um einen dreistelligen Millionenbetrag.
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Nun folgt der nächste Schritt. Das Ziel: Bis 2028 will das Unternehmen weitere 200 Millionen Euro einsparen. Dafür streicht Ams Osram weltweit rund 2.000 Arbeitsplätze. Die Maßnahmen sollen die Profitabilität in einem schwierigen Marktumfeld sichern. Währungsschwankungen und teure Edelmetalle belasten das operative Geschäft weiterhin.
Bilanzschulden sinken
Die finanzielle Basis des Halbleiterherstellers steht mittlerweile stabiler da. Ein wesentlicher Faktor war der Verkauf des Nicht-Optik-Sensorgeschäfts. Infineon zahlte dafür 570 Millionen Euro. Mit diesem Geld und dem Rückkauf von Wandelanleihen senkte Ams Osram die Verschuldung. Der Leverage-Faktor liegt pro-forma nur noch beim 2,5-fachen.
Die kommenden Tage dürften volatil bleiben. Charttechniker beobachten nun die Marke von 10,13 Euro. Dort verläuft die 200-Tage-Linie als wichtige Unterstützung. Ein Bruch dieser Linie könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Hält dieser Bereich, rückt die fundamentale Entwicklung im Bereich der digitalen Photonik wieder in den Vordergrund.
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