Amphenol blickt auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, das von Rekordwerten bei Umsatz und Gewinn gekrönt wurde. Doch während die operative Entwicklung überzeugt, rücken nun umfangreiche Aktienverkäufe aus der Führungsetage in den Fokus der Anleger. Die Transaktionen finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Aktie auf eine beeindruckende Rallye zurückblickt.
Führungskräfte realisieren Gewinne
In den vergangenen Tagen meldeten mehrere Top-Manager des Unternehmens umfangreiche Aktienverkäufe. Am 19. Februar veräußerten Finanzvorstand Craig Lampo und der General Counsel Lance D’amico Anteile im Gesamtwert von rund 22,5 Millionen US-Dollar. Bereits eine Woche zuvor hatte CEO Richard Adam Norwitt ein Aktienpaket im Wert von etwa 75,9 Millionen US-Dollar verkauft. Marktbeobachter ordnen diesen Schritt des Vorstandsvorsitzenden jedoch als Teil eines langfristigen Prozesses ein, da der Verkauf über einen vorab festgelegten Handelsplan (Rule 10b5-1) erfolgte.
Einen Kontrast zu diesen Abgaben bildete lediglich Direktor Robert Livingston, der Anfang Februar eigene Mittel investierte, um Aktien im Wert von rund 1,28 Millionen US-Dollar zu erwerben. Diese gemischten Signale aus dem Management fallen in eine Phase, in der die Aktie mit einem Plus von knapp 94 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate eine enorme Wertsteigerung erfahren hat. Mit einem Schlusskurs von 128,14 Euro am vergangenen Freitag notiert das Papier nur etwa sieben Prozent unter seinem Allzeithoch von Ende Januar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amphenol?
Rekordzahlen als Wachstumstreiber
Hintergrund für das hohe Kursniveau sind die starken Fundamentaldaten, die Amphenol Ende Januar präsentierte. Im vierten Quartal 2025 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 49,1 Prozent auf 6,44 Milliarden US-Dollar. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,97 US-Dollar über den Erwartungen der Analysten.
Diese operative Stärke ermöglichte es dem Board of Directors, Anfang Februar eine Quartalsdividende von 0,25 US-Dollar je Aktie zu beschließen. Neben der finanziellen Performance stellte das Unternehmen auch strategische Weichen für die Zukunft: CEO Richard Adam Norwitt wird im Mai 2026 zusätzlich das Amt des Chairman of the Board übernehmen, was auf eine hohe personelle Kontinuität in der Führung hindeutet.
Ausblick und strategische Kontinuität
Trotz der jüngsten Gewinnmitnahmen durch das Management bleibt die operative Dynamik des Konzerns der entscheidende Faktor für die weitere Kursentwicklung. Die Kombination aus zweistelligem Umsatzwachstum und der anstehenden Erweiterung des Verantwortungsbereichs von CEO Norwitt signalisiert dem Markt Stabilität. Anleger werden nun beobachten, ob die Aktie die Marke von 130 Euro nachhaltig zurückerobern kann oder ob die Insiderverkäufe kurzfristig den Verkaufsdruck erhöhen.
Amphenol-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amphenol-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Amphenol-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amphenol-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amphenol: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
