Während Amphenol heute eine deutlich erhöhte Dividende ausschüttet, zeichnet sich ein interessantes Bild an der Börse ab. Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen massiv aus, während Führungskräfte des Unternehmens gleichzeitig Aktien im großen Stil verkaufen. Diese gegensätzlichen Signale fallen in eine Phase strategischer Transformation.
Die milliardenschwere Strategie
Im Fokus steht die geplante Übernahme von CommScopes Connectivity and Cable Solutions (CCS)-Geschäft für 10,5 Milliarden US-Dollar. Diese Transaktion, die für das erste Halbjahr 2026 abgeschlossen werden soll, ist ein zentraler Baustein von Amphenols KI-Strategie. Das Unternehmen sichert sich damit kritische Glasfaser-Interconnect-Kapazitäten für Rechenzentren der nächsten Generation und baut seine Marktposition im Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungssegment weiter aus – einem Bereich, der bereits für ein Umsatzwachstum von 53 Prozent im Jahresvergleich verantwortlich ist.
Institutionen kaufen, Insider verkaufen
Die Einschätzungen zum Kurs der Aktie könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite zeigt die Investmentfirma Chicago Capital LLC enormes Vertrauen: Sie erhöhte ihre Position im dritten Quartal um über 730 Prozent auf nun mehr als 107.000 Aktien. Dieser massive Zukauf unterstreicht die Bullen-These, wonach Amphenol als Hardware-Lieferant für die KI-Infrastruktur profitiert.
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Dem steht ein umfangreicher Verkauf durch Unternehmensinsider gegenüber. In den letzten 90 Tagen haben Führungskräfte, darunter der CFO und ein Vizepräsident, insgesamt über eine Million Aktien im Wert von rund 148 Millionen US-Dollar veräußert. Diese Transaktionen deuten darauf hin, dass das Management die aktuellen, nahe den Jahreshochs liegenden Kursniveaus zur Gewinnmitnahme nutzt.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Die nächste wichtige Wegmarke für Anleger sind die Quartals- und Jahreszahlen, die für den 28. Januar 2026 erwartet werden. Analysten rechnen für das vierte Quartal mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 0,89 und 0,91 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Ergebnis im Bereich von 3,26 bis 3,28 US-Dollar pro Aktie erwartet. Zudem dürften Updates zum Fortschritt der milliardenschweren CCS-Übernahme im Fokus stehen. Die Fähigkeit der Aktie, das Niveau von 140 US-Dollar zu halten, wird weiterhin ein Indikator für die fundamentale Nachfrage sein.
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