Amgen steht vor einem strategischen Wendepunkt. Während der Biotech-Riese mit dem Hoffnungsträger MariTide massiv in den lukrativen Markt für Adipositas-Medikamente drängt, wächst der Druck auf das etablierte Portfolio. Der Erfolg der klinischen Pipeline muss in den kommenden Monaten beweisen, dass er den absehbaren Umsatzrückgang durch Nachahmerprodukte kompensieren kann.
Fokus auf die Adipositas-Pipeline
Das Hauptaugenmerk der Investoren liegt derzeit auf der klinischen Entwicklung von MariTide. Das Prüfpräparat zur Behandlung von Adipositas durchläuft aktuell sechs globale Phase-3-Studien. Für Amgen stellt dieses Programm den zentralen Wachstumstreiber der nächsten Jahre dar, um im Wettbewerb mit den Branchenführern im GLP-1-Segment zu bestehen.
Zusätzlich erwartet das Management für die zweite Jahreshälfte 2026 wichtige Daten aus der kombinierten Phase-2/3-Studie von Dazodalibep. Auch die Expansion von UPLIZNA in neue Therapiegebiete wie autoimmune Hepatitis soll noch in diesem Jahr durch weitere Studien vorangetrieben werden. Diese Pipeline-Offensive ist notwendig, um das Unternehmen gegen die Erosion im Bestandsgeschäft abzusichern.
Wachsender Druck durch Biosimilars
Der Grund für die strategische Eile liegt im Wettbewerbsumfeld. Amgen rechnet für das Jahr 2026 mit einem beschleunigten Umsatzrückgang bei den etablierten Blockbustern Prolia und XGEVA. Verantwortlich dafür ist der Markteintritt von Biosimilars, die günstigere Alternativen zu den Originalpräparaten bieten. Auch beim Medikament Otezla spürt das Unternehmen in Europa bereits den Druck durch erste Generika.
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Reicht der Erfolg von MariTide aus, um die Umsatzlücken zu schließen, die der Patentverlust von Prolia ab 2026 in die Bilanz reißt? Marktbeobachter verweisen hierbei auf die enorme Dynamik im Bereich der Gewichtsreduktion und die notwendige Skalierung der Produktion. Amgen selbst reagiert bereits mit gezielten Investitionen in die Fertigung und Geräteoptimierung, um im Falle einer Zulassung die entsprechende Markttiefe bedienen zu können.
Kapitalrückgabe und Termine
Trotz der Investitionen in Forschung und Produktion hält das Unternehmen an seiner Politik der Kapitalrückgabe fest. Für das zweite Quartal 2026 wurde eine Dividende von 2,52 US-Dollar pro Aktie angekündigt.
- 15. Mai 2026: Stichtag für die Dividendenberechtigung (Record Date)
- 5. Juni 2026: Auszahlung der Quartalsdividende
- Zweite Jahreshälfte 2026: Veröffentlichung der Dazodalibep-Studiendaten
An der Börse wird dieser Kurs bisher wohlwollend begleitet. Mit einem aktuellen Kurs von 318,25 Euro notiert die Aktie rund 17 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hält sich damit stabil in der Nähe ihres 52-Wochen-Hochs. Die kommenden klinischen Daten werden entscheiden, ob dieser Aufwärtstrend fundamental untermauert werden kann.
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