Ein Kursplus von 70 Prozent seit Jahresbeginn spricht eigentlich eine klare Sprache. Bei AMD klaffen die Meinungen der Wall Street kurz vor den Quartalszahlen am 5. Mai jedoch weit auseinander. Während einige Experten das nächste große Kursfeuerwerk erwarten, warnen andere vor einer massiven Überbewertung.
Das Management rechnet für das erste Quartal 2026 mit einem Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten prognostizieren im Schnitt einen bereinigten Gewinn von 1,28 US-Dollar je Aktie.
Extreme Kursziele spiegeln Unsicherheit
Gil Luria von DA Davidson hob sein Kursziel kürzlich drastisch auf 375 US-Dollar an und rät zum Kauf. Er verweist auf die jüngsten Ergebnisse von Intel, die eine enorme Nachfrage nach Server-Prozessoren offenbarten. Luria hält das ehrgeizige Wachstumsziel von AMD daher für absolut machbar.
Northland Capital stufte die Papiere indes nach über einem Jahrzehnt auf „Market Perform“ ab. Das Kursziel liegt bei lediglich 260 US-Dollar. Die Experten argumentieren, dass die harte Konkurrenz durch Nvidia die Margen belasten wird. Hinzu kommt eine sportliche Bewertung: Die Aktie wird aktuell mit dem 53-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Auch die Deutsche Bank bleibt mit einem Ziel von 250 US-Dollar an der Seitenlinie.
China-Geschäft und neue Kapazitäten
Ein spezifischer Bremsklotz bleibt der chinesische Markt. Für das abgelaufene Quartal kalkuliert AMD dort nur mit Erlösen von 100 Millionen US-Dollar für seine MI308-Beschleuniger. Strenge Exportkontrollen und erstarkte lokale Chipentwickler drücken hier spürbar auf die Umsätze.
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Abseits der aktuellen Zahlen richtet sich der Blick bereits auf die zweite Jahreshälfte. Der Konzern plant den Aufbau massiver Rechenzentrumskapazitäten für Großkunden wie Meta und OpenAI. Parallel dazu kündigte Oracle den Start eines neuen KI-Superclusters an, der auf AMDs kommender MI450-Generation basiert. Um die Lücke zu Nvidias Software-Ökosystem zu schließen, treibt AMD außerdem die Entwicklung seiner eigenen Plattform ROCm voran.
Am 23. Juli folgt mit der Hausmesse „Advancing AI 2026“ in San Francisco bereits der nächste wichtige Termin. Dort will Konzernchefin Lisa Su weitere Details zur Software- und Hardware-Strategie vorstellen.
Am Optionsmarkt wird für den Handelstag nach den Zahlen eine Kursbewegung von acht Prozent eingepreist. Der Bericht am Dienstag liefert die entscheidenden Daten zur Entwicklung der Rechenzentrumssparte. Hält die Unterstützung der großen Cloud-Anbieter an, könnte dies die hohen Erwartungen der Bullen stützen.
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