38 Prozent mehr Umsatz, 43 Prozent mehr Gewinn je Aktie — AMDs erstes Quartal 2026 liest sich wie ein Lehrbuchbeispiel dafür, was passiert, wenn ein Halbleiterhersteller zur richtigen Zeit auf das richtige Pferd setzt. Das Pferd heißt KI-Infrastruktur.
Datenzentren treiben alles
Der Umsatz kletterte auf 10,3 Milliarden Dollar. Den stärksten Anteil daran hatte das Rechenzentrumsgeschäft, das mit 5,8 Milliarden Dollar um 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegte. Treiber waren die EPYC-Serverprozessoren und die Instinct-GPUs für KI-Workloads. CEO Lisa Su verwies auf eine sich beschleunigende Nachfrage: Inferencing und agentische KI erhöhten den Bedarf an leistungsstarken Prozessoren und Beschleunigern spürbar.
Das Ergebnis je Aktie auf Non-GAAP-Basis erreichte 1,37 Dollar — und übertraf damit die Konsensschätzungen der Analysten deutlich.
Großkunden und neue Hardware
Meta Platforms hat angekündigt, bis zu sechs Gigawatt AMD-Instinct-GPUs einzusetzen. Den Anfang macht eine Gigawatt-Deployment auf Basis eines eigens entwickelten MI450-Chips. Meta ist außerdem als Lead-Kunde für AMDs kommende sechste EPYC-Generation positioniert.
AWS, Google Cloud, Microsoft Azure und Tencent haben neue oder erweiterte Cloud-Instanzen auf Basis der fünften EPYC-Generation angekündigt. Mit Samsung arbeitet AMD an HBM4-Speicher für die Instinct-MI455X-GPUs sowie an DRAM-Lösungen für die nächste EPYC-Generation.
Auf dem HPC User Forum präsentierte AMD einen Vorgeschmack auf den Instinct MI430X — einen Beschleuniger, der über 200 TFLOPs native FP64-Leistung liefern soll. Das wäre nach AMDs eigenen Angaben mehr als das Sechsfache der FP64-Leistung von Nvidias kommender Rubin-Architektur.
Ausblick mit einem Vorbehalt
Für das zweite Quartal 2026 erwartet AMD einen Umsatz von rund 11,2 Milliarden Dollar — ein Wachstum von etwa 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Rechenzentrumsgeschäft und die Ryzen-Prozessoren sollen weiter zulegen.
Ein Wermutstropfen: Im zweiten Halbjahr rechnet AMD mit rückläufigen Gaming-Erlösen, weil steigende Speicher- und Komponentenkosten auf die Margen drücken.
Die Aktie hat die starken Zahlen bereits eingepreist. In den vergangenen zwölf Monaten hat sie sich fast vervierfacht, allein seit Jahresbeginn liegt das Plus bei rund 85 Prozent. Am Donnerstag gab der Kurs nach dem Rekordhoch vom Vortag leicht nach — ein klassisches „Buy the rumor, sell the news“-Muster nach einem starken Quartalsbericht.
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