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Symbolbild, KI-generiert

AMD Aktie: UBS hebt auf 670 Dollar

Trotz optimistischer Analystenprognosen und einem Marktanteilsrekord bei Serverprozessoren verzeichnet die AMD-Aktie einen Rücksetzer, der auf Absicherungsgeschäfte im Optionsmarkt zurückgeführt wird.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UBS erhöht Kursziel deutlich auf 670 Dollar
  • Rekordmarktanteil von 33,2 Prozent bei Server-CPUs
  • Optionsmarkt löst Kursrücksetzer aus
  • Neuer Ryzen-Prozessor für AM4-Plattform vorgestellt

Starke Analystenurteile, ein Marktanteilsrekord im Servergeschäft und ein neues Produkt — und trotzdem gibt die AMD-Aktie am Freitag nach. Der Kurs fällt auf 447,50 Euro, ein Minus von gut vier Prozent gegenüber dem Vortag. Das klingt nach Widerspruch. Es ist keiner.

UBS sieht AMD auf dem Weg zur Billion

UBS hat das Kursziel für AMD deutlich angehoben — von 455 auf 670 US-Dollar — und bleibt bei „Buy“. Die Begründung: AMD gewinnt im Server-CPU-Markt strukturell an Boden. Analysten der Bank prognostizieren für das Servergeschäft Erlöse von 23 Milliarden Dollar im Jahr 2027. Bis 2030 sollen es 50 Milliarden Dollar werden.

Der Hintergrund ist eine Verschiebung in der KI-Infrastruktur. Rechenleistung für KI-Workloads braucht nicht nur Grafikprozessoren, sondern zunehmend auch leistungsstarke Server-CPUs. AMD profitiert davon direkt. Im ersten Quartal 2026 hielt das Unternehmen 33,2 Prozent aller x86-Server-Prozessor-Auslieferungen — ein klares Zeichen, dass der Marktanteilsgewinn gegenüber Intel anhält.

Auch Gartner positioniert AMD klar. In einem aktuellen Report trägt das Unternehmen den Titel „Company to Beat“ im Bereich Enterprise-KI-Server-CPUs. Gartner hebt dabei AMDs Architekturführerschaft und die Ausrichtung auf sogenannte agentische KI-Orchestrierung hervor.

Neuer Prozessor, alte Plattform

Am 25. Juni brachte AMD den Ryzen 7 5800X3D in einer Jubiläumsedition auf den Markt. Der Chip kostet 349 Dollar und basiert auf dem Zen-3-Design — allerdings neu gefertigt mit dem 3D-V-Cache-Verfahren. Er richtet sich an Nutzer der AM4-Plattform, die noch nicht auf neuere Systeme gewechselt haben.

Der Launch ist kein Zufallsprodukt. AMD signalisiert damit, dass es ältere Plattformen weiter unterstützt. Parallel läuft die Produktion der nächsten CPU-Generation unter dem Codenamen „Venice“ bereits in größerem Umfang an.

Optionsmarkt sendet Warnsignal

Der eigentliche Auslöser für den Rücksetzer dürfte im Optionsmarkt liegen. Am Donnerstag, als AMD noch nahe am Allzeithoch notierte, flossen rund 19 Millionen Dollar in Put-Optionen — verteilt auf drei größere Transaktionen. Die anvisierten Strike-Preise lagen bei etwa 540 Dollar. Das deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren Absicherungen gegen eine Korrektur aufgebaut haben.

Der RSI liegt aktuell bei 54,3 — nach überkauften Niveaus im Mai eine deutliche Abkühlung. Auf Jahressicht steht die Aktie dennoch mit einem Plus von 135 Prozent. Das 52-Wochen-Tief vom Juli 2025 liegt bei 114,96 Euro — weit entfernt.

Den nächsten konkreten Katalysator liefert AMD selbst: Im Juli 2026 findet das „Advancing AI“-Event statt. Dort sollen Details zur Instinct-MI450-GPU-Serie und zur „Helios“-Plattform folgen, die in der zweiten Jahreshälfte in die Serienproduktion gehen sollen.

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