Um die Dominanz des Platzhirsches im KI-Sektor zu brechen, braucht es mehr als nur schnelle Chips – es erfordert vor allem verlässliche Lieferketten. Genau aus diesem Grund reist AMD-Chefin Lisa Su am 18. März erstmals seit 2014 nach Südkorea. Im Fokus der Gespräche stehen essenzielle Partnerschaften, die über das zukünftige Wachstum des Konzerns und die Marktanteile bei KI-Beschleunigern entscheiden.
Fokus auf Speicher und Fertigung
Der Hauptgrund für die anstehende Reise ist die Sicherung von High Bandwidth Memory (HBM). Bei Treffen mit der Samsung-Führungsspitze um Lee Jae-yong geht es konkret um HBM3E-Speicher für die aktuelle MI350-Serie sowie die kommenden HBM4-Module. Darüber hinaus lotet das Management mögliche Produktionskooperationen aus. Im Raum steht die Fertigung von 2-Nanometer-Chips für die neue EPYC-Prozessorenreihe. Diese Kapazitäten sind zwingend notwendig, um dem Hauptkonkurrenten, der aktuell rund 90 Prozent des Marktes für KI-Beschleuniger kontrolliert, nennenswerte Marktanteile abzunehmen.
Neben der reinen Hardware-Beschaffung treibt der Konzern auch den Ausbau seiner Infrastruktur voran. Ein geplantes Treffen mit der Spitze des südkoreanischen Tech-Konzerns Naver zielt auf die Entwicklung sogenannter „Souveräner KI“ ab – also Systeme, die speziell auf regionale Datenanforderungen zugeschnitten sind. Damit versucht das Unternehmen, seine Kundenbasis strategisch über die großen US-Cloud-Anbieter hinaus zu diversifizieren, nachdem bereits Lieferverträge über mehr als 100 Millionen US-Dollar mit Partnern wie OpenAI und Meta geschlossen wurden.
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Robustes Marktumfeld stützt Wachstumspläne
Fundamental wird diese Expansion durch ein starkes Kerngeschäft gestützt. Der Bereich Rechenzentren wuchs zuletzt um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr und macht nun mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. An der Börse legte die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten zwar um gut 92 Prozent zu, konsolidiert im laufenden Jahr jedoch leicht und schloss gestern bei 176,72 Euro. Das fundamentale Umfeld bleibt dabei äußerst dynamisch, wie aktuelle Marktdaten zeigen:
- Die KI-Investitionen (Capex) der großen Cloud-Anbieter sollen 2026 auf 600 Milliarden US-Dollar steigen.
- Für 2027 rechnen Analysten mit einem weiteren Wachstum der Ausgaben auf 700 Milliarden US-Dollar.
- Das AMD-Management peilt für die nächsten drei bis fünf Jahre ein jährliches Umsatzwachstum (CAGR) von über 35 Prozent an.
Der technologische Übergang von einfachen Chatbots hin zu autonomen KI-Agenten sorgt branchenweit für eine erneute Verknappung von Hochleistungs-Chips. Mit einer aktuellen Bewertung vom 30-fachen der erwarteten Gewinne ist bereits viel Optimismus in den Kurs eingepreist. Die erfolgreiche Sicherung der HBM4-Lieferketten in Südkorea bildet daher die zwingende Grundvoraussetzung, um die ehrgeizige Wachstumsrate von 35 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts operativ umsetzen zu können.
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