Starke Zahlen des wichtigsten Fertigungspartners haben die Sorgen um eine abkühlende KI-Nachfrage schlagartig zerstreut. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) lieferte am Freitag beeindruckende Quartalsergebnisse und zog damit den gesamten Halbleitersektor mit nach oben. Für Advanced Micro Devices (AMD) ist das ein entscheidendes Signal kurz vor der eigenen Bilanzvorlage.
Die Vorgabe aus Taiwan
Als zentraler Auftragsfertiger gilt TSMC als verlässlicher Frühindikator für die Geschäftsentwicklung von AMD. Mit einem Umsatzsprung von 35 Prozent auf 35,6 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2026 bestätigten die Taiwaner, dass der Ausbau der globalen KI-Infrastruktur ungebremst weitergeht. Anleger reagierten prompt auf diese Bestätigung. Zum Wochenausklang kletterte der AMD-Kurs um 3,59 Prozent auf 209,30 Euro. Auf Jahressicht steht damit ein massives Plus von rund 164 Prozent zu Buche.
Zusätzlichen Rückenwind lieferte das makroökonomische Umfeld. Berichte über einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran sowie diplomatische Bemühungen in Pakistan sorgten für eine spürbare Entspannung an den Märkten und stützten die Kauflaune der Investoren branchenübergreifend.
Fokus auf den 5. Mai
Der Blick richtet sich nun auf Anfang Mai, wenn AMD nach US-Börsenschluss die eigenen Bücher öffnet. Das Management peilt für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 9,8 Milliarden US-Dollar an, was einem Zuwachs von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Die Erwartungen sind hoch, nachdem die wichtige Rechenzentrumssparte bereits im Schlussquartal 2025 einen Rekordumsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar verzeichnete.
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Analysten blicken entsprechend optimistisch auf die kommenden Monate. Die Konsensschätzungen gehen von einer deutlichen Gewinnexpansion aus, getrieben durch die starke Nachfrage nach EPYC- und Instinct-Prozessoren:
- Kursziel: Durchschnittlich 284,68 US-Dollar (Einstufung: „Moderate Buy“)
- Gewinnwachstum 2026: Konsensschätzung von über 72 Prozent
- Gewinnwachstum 2027: Weitere erwartete Steigerung um rund 60 Prozent
Auch technologisch bereitet das Unternehmen die nächsten Schritte vor. Während die aktuellen MI355X-Grafikchips in jüngsten Benchmarks starke Ergebnisse bei der KI-Inferenz lieferten, steht für 2026 bereits die Einführung der MI400-Serie auf Basis der neuen CDNA-5-Architektur auf dem Plan.
Die starken Vorgaben von TSMC haben die Messlatte für den anstehenden Quartalsbericht hoch gelegt. Am 5. Mai muss das AMD-Management nun mit konkreten Zahlen belegen, dass das Unternehmen im lukrativen Markt für KI-Beschleuniger weiterhin Marktanteile gewinnt und die ehrgeizigen Wachstumsprognosen für das laufende Jahr erfüllen kann.
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