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AMD Aktie: N1X-Chip von Nvidia setzt zu

Nvidias Computex-Neuheit belastet AMD-Aktie. Trotz Rekordumsätzen im Rechenzentrum und starker Jahresrally wächst der Wettbewerbsdruck auf den Chipkonzern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nvidia N1X-Prozessor vorgestellt
  • AMD-Aktie gibt 1,4 Prozent nach
  • Ryzen-Jubiläumsedition und neue Chips
  • Insider verkaufen Aktien im Wert von 117 Mio. Dollar

Nvidia hat auf der Computex 2026 in Taipeh einen neuen Prozessor präsentiert — und AMD-Aktionäre spüren das sofort. Der N1X-Chip, den Jensen Huang gemeinsam mit Microsoft entwickelt hat, setzt die Konkurrenz unter Druck. AMD-Aktien gaben am Dienstag um rund 1,4 Prozent nach.

Der N1X soll ab Herbst in Microsofts neuen Windows-Computern verbaut werden, ebenso in Geräten von Dell. Für AMD, Intel und Qualcomm bedeutet das: ein weiterer Wettbewerber im hart umkämpften PC-Prozessormarkt.

AMD kämpft auf mehreren Fronten

Während Nvidia die Schlagzeilen dominierte, war AMD auf der Computex keineswegs passiv. Das Unternehmen feierte zehn Jahre Socket AM4 mit einer Jubiläumsedition des Ryzen 7 5800X3D und kündigte den Ryzen 7 7700X3D für die AM5-Plattform an. Die Unterstützung für AM5 soll bis 2029 laufen.

Parallel dazu läuft die Produktion des nächsten EPYC-Prozessors der Codename-Venice-Generation an — gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC. AMD bezeichnet das als ersten Hochleistungsrechner-Chip überhaupt, der auf diesem Fertigungsknoten in Serie geht. Langfristig rechnet AMD damit, dass der Server-CPU-Markt bis 2030 auf über 120 Milliarden Dollar wächst — mit einer jährlichen Wachstumsrate von mehr als 35 Prozent.

Starke Rally, aber RSI im Keller

Die AMD-Aktie hat 2026 einen bemerkenswerten Lauf hingelegt: Plus 126 Prozent seit Jahresbeginn, über die vergangenen zwölf Monate sogar mehr als 330 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei rund 432 Euro — knapp drei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 444,80 Euro, das erst Ende Mai markiert wurde.

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Das Bewertungsniveau ist entsprechend anspruchsvoll. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 167. Der RSI fiel zuletzt auf 29 — technisch ein Überverkauft-Signal, das aber auch zeigt, wie schnell die Stimmung kippen kann.

Cathie Wood verkauft, Insider auch

Auf der Investorenseite gibt es bemerkenswerte Bewegungen. Cathie Wood hat ihre AMD-Position im Mai schrittweise reduziert — trotz der starken Kursentwicklung. Indes zeigen auch Insider-Transaktionen ein klares Muster: In den vergangenen drei Monaten wurden Aktien im Wert von rund 117 Millionen Dollar verkauft.

Das Fundamentalbild bleibt stark. Im ersten Quartal 2026 legte der Rechenzentrumsumsatz um 57 Prozent auf einen Rekordwert von 5,8 Milliarden Dollar zu. Die Frage ist, ob diese Dynamik ausreicht, um eine Bewertung von knapp 820 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung zu rechtfertigen — während Nvidia auf der Computex weiter Boden gutmacht.

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