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AMD Aktie: Lisa Su in Seoul

AMD strebt eine engere Partnerschaft mit Samsung an, um die Abhängigkeit von TSMC zu verringern und Kapazitäten für KI-Chips zu sichern. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in KI-Plattformen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategische Gespräche mit Samsung Foundry
  • Ziel: Reduzierung der Abhängigkeit von TSMC
  • Investition in KI-Partnerschaft mit Nutanix
  • Insider-Verkäufe trotz Analysten-Optimismus

Lisa Sus erster Besuch bei Samsung seit 2014 ist mehr als ein Höflichkeitsbesuch. Die AMD-Chefin traf sich gestern in Pyeongtaek mit Samsungs Chip-Sparte-Chef Jun Young-hyun und Foundry-Leiter Han Jin-man — mit einem klaren Ziel: die Abhängigkeit von TSMC als einzigem Fertigungspartner zu reduzieren.

Foundry-Partnerschaft als strategische Option

Bisher beschränkte sich die Zusammenarbeit mit Samsung hauptsächlich auf Speicherchips. AMD bezieht seit 2025 HBM3E-Speicher von den Koreanern, seit Februar 2026 auch die neue HBM4-Generation. Die aktuellen Gespräche zielen nun darauf ab, Samsung auch als Auftragsfertiger für künftige KI-Beschleuniger einzubinden.

Der Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Hochleistungschips für KI-Anwendungen, die die globalen Fertigungskapazitäten weiter auslastet. Eine breitere Partnerschaft mit Samsung würde AMD mehr Spielraum bei der Kapazitätsplanung verschaffen. Ergänzend dazu führte Su Gespräche mit Naver-CEO Choi Soo-yeon über Kooperationen im Bereich KI-Rechenzentren.

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Wettbewerb, Investoren und Insider

Der Druck von Nvidia bleibt spürbar. Auf der jüngsten GTC-Konferenz stellte der Rivale die Vera-CPU vor, die laut Herstellerangaben deutliche Effizienzvorteile gegenüber bisherigen Server-Lösungen bieten soll. AMD setzt dem eine verstärkte Ausrichtung auf EPYC-Prozessoren für KI-Inferenz entgegen — und eine Investition von 250 Millionen US-Dollar in eine Partnerschaft mit Nutanix zum Aufbau einer Agentic-AI-Plattform für Unternehmenskunden.

Auf Investorenseite zeigt die norwegische Zentralbank Norges Bank Vertrauen und eröffnete jüngst eine Position im Wert von rund 3,09 Milliarden US-Dollar. Insgesamt befinden sich etwa 71 Prozent der Anteile in institutioneller Hand. Gleichzeitig wurden Insider-Verkäufe bekannt: Lisa Su veräußerte in den vergangenen 90 Tagen 85.000 Aktien für rund 16,9 Millionen US-Dollar, insgesamt verkauften Führungskräfte in diesem Zeitraum über 239.000 Anteile.

Analysten sehen das Papier im Konsens als „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 290,53 US-Dollar — deutlich über dem aktuellen Kurs, der seit Jahresbeginn rund elf Prozent nachgegeben hat.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.