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AMD Aktie: Klare Gewinne!

Mehrere große Banken haben ihre Kursziele für AMD spürbar angehoben, angeführt von Wells Fargo mit einem Ziel von 345 US-Dollar. Der Optimismus basiert auf dem starken Wachstum im KI- und Rechenzentrumsgeschäft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wells Fargo sieht 49 Prozent Aufwärtspotenzial
  • Starke Dynamik im KI- und Datacenter-Segment
  • Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft wächst um 22 Prozent
  • Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aus

Mehrere große Banken haben ihre Kursziele für AMD spürbar angehoben. Im Mittelpunkt steht die wachsende Bedeutung des Chipkonzerns im Bereich Künstliche Intelligenz und Rechenzentren. Besonders auffällig: Wells Fargo traut der Aktie auf Sicht deutlich höhere Kurse zu als derzeit am Markt bezahlt werden.

  • Wells Fargo bestätigt „Overweight“ und setzt Kursziel auf 345 US-Dollar
  • Aktueller Kurs um 232 US-Dollar, potenzielles Aufwärtspotenzial rund 49 %
  • Starke Dynamik im Datacenter-Geschäft, besonders bei AI-Plattformen
  • Mehrere Häuser erhöhen ihre Ziele, institutionelle Anleger bauen Positionen aus

Deutlich höhere Kursziele von der Wall Street

Die Stimmung der Analysten für AMD hat sich zuletzt spürbar verbessert. Auslöser sind vor allem die Fortschritte im AI-Geschäft, darunter die „Helios“-Rack-Scale-Plattform und die Rechenzentrumsprodukte des Unternehmens.

Mehrere Institute haben ihre Kursziele aktualisiert:

  • Wells Fargo: 345 US-Dollar („Overweight“)
  • UBS: 300 US-Dollar
  • Piper Sandler: 280 US-Dollar
  • KeyBanc: 270 US-Dollar
  • Morgan Stanley: 260 US-Dollar

Wells Fargo verweist explizit auf AMDs robuste Position bei Server-CPUs und den mehrjährigen Ausbau der Infrastruktur in Rechenzentren. Aus Sicht der Analysten setzt AMD erfolgreich auf eine „Full-Stack“-AI-Strategie – also Hard- und Software über die gesamte Wertschöpfungskette –, um einen größeren Teil des bisher von Nvidia dominierten Marktes zu erobern.

Datacenter als Wachstumstreiber

Die positive Einschätzung stützt sich auch auf die jüngsten Zahlen. Im dritten Quartal erzielte AMD im Datacenter-Segment einen Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 % im Jahresvergleich. Dieser Bereich macht inzwischen rund 47 % des Gesamtumsatzes aus und unterstreicht die Verschiebung hin zu Unternehmens- und AI-Anwendungen.

Für das laufende vierte Quartal peilt das Management einen Umsatz von rund 9,6 Milliarden US-Dollar an. Gelingt dieser Wert, entspräche das einem Wachstum von etwa 25 % gegenüber dem Vorjahr. Marktbeobachter sehen darin ein Indiz, dass der aktuelle Fahrplan des Unternehmens ein anhaltendes Wachstum mindestens bis Ende 2026 tragen kann.

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Institutionelles Interesse nimmt zu

Parallel zu den Analystenkommentaren ist auch die Aktivität institutioneller Investoren ein Thema. Fisher Funds Management LTD hat jüngst eine neue Position in AMD gemeldet, im Wert von rund 1,06 Millionen US-Dollar. Zudem hat Sivia Capital Partners LLC sein Engagement aufgestockt.

Diese Schritte deuten darauf hin, dass größere Adressen verstärkt auf weiteres Wachstum im Halbleiter- und speziell im AI-Sektor setzen und AMD dabei eine wichtige Rolle beimessen.

Kursverlauf und Risiken im Blick

Die Aktie bewegt sich derzeit in einer Spanne zwischen 228,86 und 235,80 US-Dollar. Trotz erhöhter Schwankungen liegt der Kurs klar über den Jahrestiefs. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 76,48 bis 267,08 US-Dollar und zeigt, wie stark der Wert in den vergangenen zwölf Monaten zugelegt und gleichzeitig geschwankt hat.

Ganz ohne Risiken ist das Szenario jedoch nicht. Einige Analysten verweisen auf die gemeldeten US-Zölle von 25 % auf bestimmte AI-Chips sowie auf allgemeine makroökonomische Unsicherheiten. Im Vordergrund der Marktmeinung steht dennoch die Einschätzung, dass AMD den Abstand zu Nvidia im AI-Hardwaremarkt weiter verringern kann.

Entscheidend für die nächsten Monate wird, ob AMD die angepeilte Umsatzmarke von 9,6 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal erreicht – dieses Ziel ist ein zentraler Prüfstein für die ambitionierten Kursziele von Wells Fargo und den anderen Häusern.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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