AMD hat nach dem Kursrutsch seit den Quartalszahlen wieder etwas Rückenwind. Auslöser sind gleich mehrere Signale aus dem KI-Geschäft – von neuen Partnerschaften bis zu überraschend starker CPU-Nachfrage. Entscheidend ist jetzt, ob der Konzern die hohen Erwartungen auch operativ sauber auf die Straße bekommt.
KI-Deals bringen Fantasie zurück
Für neue Aufmerksamkeit sorgt eine frische „AI Equity“-Vereinbarung im Umfeld von Nutanix, die auch AMD in den Fokus rückte. Noch wichtiger für die mittelfristige Einordnung bleibt aber die erweiterte Kooperation mit Meta, die vergangene Woche finalisiert wurde.
Meta und AMD planen eine mehrjährige, mehrgenerationenfähige Partnerschaft für Metas KI-Infrastruktur. Im Raum stehen bis zu 6 Gigawatt an Instinct-GPUs. Die Auslieferungen für die ersten 1 Gigawatt sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten. Zum Paket gehören unter anderem eine angepasste MI450-basierte GPU, EPYC-„Venice“-CPUs, die ROCm-Software sowie die Helios-Rack-Architektur.
Besonders auffällig: Bestandteil der Vereinbarung sind leistungsabhängige Warrants auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien, gekoppelt an Liefer- und Kursziele. AMD stellt in Aussicht, dass der Deal über mehrere Jahre Umsatzwachstum bringen und das Non-GAAP-Ergebnis je Aktie verbessern soll.
Nachfrage-Signale und neue Chips
Am Dienstag setzte zusätzlich ein Statement von CEO Lisa Su Akzente. Auf einer Konferenz sagte sie, die CPU-Nachfrage habe ihre Erwartungen „deutlich übertroffen“ – getrieben vom anhaltenden KI-Boom. Solche Sätze wirken am Markt wie ein kurzer Stromstoß, weil sie implizieren: KI zieht nicht nur bei Spezial-GPUs, sondern stützt auch das Kerngeschäft.
Dazu kommt ein Produktimpuls: AMD hat die Ryzen-AI-400-Serie vorgestellt, ausgelegt für die nächste Generation KI-fähiger PCs. Das ist kein einzelner Großauftrag, aber ein Baustein, um KI breiter in den Massenmarkt zu drücken.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?
Starke Zahlen – und trotzdem Skepsis
Fundamental kann AMD auf Rekorde verweisen. Im vierten Quartal lag der Umsatz bei 10,3 Milliarden US-Dollar, im Gesamtjahr 2025 bei 34,6 Milliarden. Der Data-Center-Umsatz erreichte 5,4 Milliarden im Quartal und 16,6 Milliarden im Gesamtjahr. Auch der Free Cashflow zog deutlich an und landete 2025 bei 5,5 Milliarden.
Warum also blieb die Aktie nach den Zahlen unter Druck? Der Markt reagierte im Februar empfindlich, weil der Ausblick für das erste Quartal einigen Analysten zu wenig „Luft nach oben“ ließ. AMD stellte 9,8 Milliarden US-Dollar Umsatz (plus/minus 300 Millionen) in Aussicht – solide, aber offenbar nicht stark genug für die ambitionierteren Szenarien.
Dazu kommt der harte Wettbewerb: Nvidia dominiert den KI-GPU-Markt weiterhin mit geschätzten 80% bis 95% Anteil und verteidigt seine Stellung über das CUDA-Ökosystem und etablierte Kundenbeziehungen. Zusätzlich belasten Exportkontrollen das Geschäft: AMD bezifferte 2025 Lager- und verwandte Belastungen im Zusammenhang mit US-Restriktionen für den Instinct MI308 auf rund 440 Millionen US-Dollar.
Und was heißt das für die Erholung der Aktie? Kurzfristige Kursimpulse können Partnerschaften liefern – nachhaltig wird es erst, wenn AMD die Lieferpläne und Hochläufe sichtbar einhält.
Zum Wochenabschluss notierte die Aktie heute bei 172,90 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn mit 9,33% im Minus. Ein konkreter Prüfstein für das Jahr bleibt die zweite Jahreshälfte 2026: Dann sollen die ersten Meta-Auslieferungen anlaufen, während Lisa Su zugleich ausreichend CoWoS-Packaging-Kapazität für den Volumenanstieg Richtung Ende 2026 in Aussicht stellt.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 6. März liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
