Advanced Micro Devices baut seine Position im Markt für Künstliche Intelligenz auf breiter Front aus. Neben der Beilegung eines langjährigen Patentstreits rückt CEO Lisa Su nun eine oft unterschätzte Komponente in den Fokus: den klassischen Hauptprozessor. Während die Branche primär auf Grafikchips blickt, sorgt die nächste Generation der KI für eine unerwartet hohe Nachfrage nach Server-CPUs.
Rechtsfrieden und neue Industrie-Chips
Am vergangenen Montag räumte AMD einen juristischen Stolperstein aus dem Weg. Eine mehrjährige Lizenzvereinbarung mit Adeia Inc. beendet alle laufenden Rechtsstreitigkeiten und sichert den Zugriff auf wichtige Halbleiter-Patente im Bereich Packaging. Zeitgleich präsentierte der Konzern die Ryzen AI Embedded P100 Serie.
Diese Prozessoren zielen nicht auf klassische Rechenzentren ab, sondern auf die Industrie. Sie sollen in autonomen Robotern, intelligenten Fabriken und medizinischen Geräten zum Einsatz kommen. Die Chips vereinen bis zu zwölf Rechenkerne mit integrierter KI-Beschleunigung auf engstem Raum. Die Serienproduktion der leistungsstärksten Varianten startet im Juli 2026.
Warum CPUs plötzlich wieder gefragt sind
Der strategische Fokus verschiebt sich zunehmend in Richtung sogenannter „Agentic AI“. Diese autonomen KI-Agenten planen und handeln weitgehend selbstständig. Das erfordert komplexe Workflows, bei denen reine Grafikprozessoren (GPUs) an ihre Grenzen stoßen. Hier kommen die EPYC-CPUs von AMD ins Spiel, die Datenströme koordinieren, API-Anfragen verwalten und Ergebnisse evaluieren.
Auf einer Investorenkonferenz betonte Lisa Su kürzlich, dass die Nachfrage nach Server-CPUs ihre eigenen Erwartungen weit übertroffen habe. Kunden hätten den Bedarf an Hauptprozessoren für KI-Anwendungen im Vorfeld schlicht unterschätzt.
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Diese Entwicklung spiegelt sich in handfesten Großaufträgen wider. Meta Platforms hat sich für mehrere Chip-Generationen verpflichtet und setzt als Hauptkunde auf die sechste EPYC-Generation. Zusammen mit OpenAI belaufen sich die Zusagen auf 12 Gigawatt an GPU-Leistung für die kommenden Jahre. Das schlägt sich in den Büchern nieder: Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft kletterte im vergangenen Jahr um 39 Prozent und macht nun mehr als die Hälfte des Gesamtgeschäfts aus.
Diskrepanz zur Kursentwicklung
Trotz der operativen Erfolge und eines Nettogewinns von 4,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 hinkt die Aktie der fundamentalen Entwicklung hinterher. Mit einem Schlusskurs von 168,82 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 11,47 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von Ende Oktober 2025 beträgt aktuell gut 25 Prozent.
AMD positioniert sich durch die Kombination aus starken CPUs und GPUs als Komplettanbieter für die wachsende KI-Infrastruktur. Der Vorstoß in industrielle Anwendungen durch die neuen Embedded-Chips eröffnet zudem Märkte abseits der großen Rechenzentren. Mit der kommenden Helios-Plattform und der neuen MI500-Serie, die auf fortschrittliche 2-Nanometer-Fertigung setzt, steht die Hardware-Pipeline für den direkten Wettbewerb mit Nvidia in den nächsten Quartalen bereits fest.
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