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Symbolbild, KI-generiert

AMD Aktie: KI-Markt wächst auf 3 Billionen Dollar

AMD erwartet bis 2030 ein KI-Marktvolumen von drei Billionen US-Dollar und setzt auf Rechenzentren, MI450-Chips sowie neue Partner.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KI-Marktprognose auf drei Billionen angehoben
  • Rechenzentrumsumsatz soll 2027 verdoppeln
  • MI450-Produktionsstart im laufenden Quartal
  • Meta, OpenAI und Anthropic als Abnehmer

Der Halbleiterkonzern AMD hat seine langfristigen Erwartungen für den Markt für Künstliche Intelligenz (KI) massiv angehoben und rechnet nun mit einem adressierbaren Marktvolumen von bis zu drei Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2030. Diese neue Einschätzung, die Finanzvorständin Jean Hu gestern auf der Citi Global TMT Conference präsentierte, übertrifft die bisherige Prognose von zwei Billionen US-Dollar deutlich. Die Aktie reagierte darauf gestern mit einem deutlichen Kurssprung und schloss bei 434,45 Euro.

Massive Wachstumsziele für das Rechenzentrumssegment

Die angepassten Prognosen stützen sich vor allem auf eine beschleunigte Nachfrage im Bereich der Rechenzentren. Laut Jean Hu strebt AMD an, den Umsatz in diesem Schlüsselsegment bis zum Jahr 2027 auf rund 70 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist das Geschäft mit Server-CPUs. Hier erwartet das Management für die zweite Jahreshälfte 2026 ein Wachstum von mehr als 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2027 wird ein weiteres Plus von über 70 Prozent in Aussicht gestellt.

Besondere Aufmerksamkeit widmet AMD der Einführung der neuen MI450-Grafikprozessoren (GPU). Die Produktion soll noch im laufenden Quartal anlaufen, während der breite Markthochlauf für das vierte Quartal 2026 geplant ist. Damit positioniert sich das Unternehmen verstärkt als direkter Wettbewerber im Markt für High-End-KI-Beschleuniger. Das Papier notiert nach der jüngsten Rallye rund 136 Prozent über dem Stand zu Jahresbeginn.

Strategische Partnerschaften mit Meta und OpenAI

Ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie sind Kooperationen mit großen Technologieplattformen. Wie im Rahmen der Konferenz bekannt wurde, konnte AMD für sein Helios-System bereits Aufträge sichern, die über die ursprünglichen Vereinbarungen hinausgehen. Zu den Kunden zählen neben zwei namentlich nicht genannten KI-Laboren insbesondere der Facebook-Mutterkonzern Meta.

Die Partnerschaft mit Meta sieht den Ausbau einer umfangreichen KI-Infrastruktur vor, die langfristig bis zu sechs Gigawatt GPU-Leistung umfassen könnte. Erste Lieferungen auf Basis der MI450-Architektur und EPYC-Prozessoren sind bereits für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

Auch OpenAI und Anthropic wurden als wichtige Abnehmer für die Rechenzentrumslösungen identifiziert. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, hat AMD bereits Lieferverpflichtungen in Höhe von 29 bis 30 Milliarden US-Dollar für die kommenden Perioden fixiert.

Hardware-Offensive für Workstations und Desktops

Parallel zum Großkundengeschäft verstärkt AMD seine Präsenz im Hardware-Sektor für lokale KI-Anwendungen. Auf der IFA in Berlin stellte das Unternehmen gestern die „Threadripper Halo Station“ vor, einen Desktop-Supercomputer für KI-Entwickler.

Das System verfügt über 96 Kerne und einen spezialisierten Speicheraufbau, der es ermöglichen soll, KI-Modelle mit mehr als einer Billion Parameter lokal auszuführen. Ergänzt wird dieses Portfolio durch die „Ryzen AI Halo“-Workstations, die speziell für Unternehmen konzipiert wurden, die hohe Rechenleistung bei gleichzeitigem Fokus auf Datensicherheit benötigen.

Analysten bewerten die neuen Zielmarken positiv. Atif Malik von der Citigroup bekräftigte nach der Konferenz sein Kaufrating für die AMD-Aktie und sieht ein Kursziel von 575 US-Dollar. Mit dem gestrigen Kursanstieg konnte sich der Wert zudem leicht von seinem 50-Tage-Durchschnitt absetzen, der derzeit bei 431,44 Euro verläuft.

Trotz der optimistischen Prognosen wies das Management jedoch auch auf potenzielle Risiken hin, die sich aus Exportkontrollen für Hochtechnologie und möglichen Engpässen bei spezialisierten Speicherbausteinen ergeben könnten.

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