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Symbolbild, KI-generiert

AMD Aktie: KI-Infrastruktur in Saudi-Arabien live

AMD nimmt KI-Infrastruktur in Saudi-Arabien in Betrieb, plant zusätzlichen Ausbau und sieht sich zugleich mit ARK-Verkäufen konfrontiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KI-Systeme in Saudi-Arabien bereits aktiv
  • Zusätzliche 250 Megawatt ab 2027
  • ARK-Fonds verkaufen 7.450 AMD-Aktien
  • Rechenzentrumsumsatz mehr als verdoppelt

AMD treibt sein Großprojekt in Saudi-Arabien weiter voran. Gemeinsam mit Cisco und dem staatlichen Unternehmen HUMAIN ist seit dem 1. September KI-Infrastruktur auf Basis der Instinct-MI355X-Chips im Königreich live und bedient bereits Kunden.

Die Partner planen, ab 2027 zusätzliche 250 Megawatt Rechenleistung zuzubauen – mit dem Ziel, bis 2030 auf bis zu 1 Gigawatt zu kommen. Bereits am 31. August hatten AMD, Cisco und HUMAIN bekräftigt, dass dieser Ausbau auf den kommenden Instinct-MI400-Chips basieren und den Zeitplan bis 2030 einhalten soll.

Die Nachricht bestätigt, dass AMD sein Nahost-Engagement trotz des schwierigeren Kursumfelds konsequent weiterverfolgt. Für Anleger ist das ein Signal: Die langfristige Wachstumsstory rund um KI-Rechenzentren bleibt intakt, auch wenn die Aktie zuletzt spürbar unter Druck stand.

Der Kurs notiert bei 391,45 Euro und liegt damit 24 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 511,70 Euro – ein Abstand, der die zuletzt schwächere Kursentwicklung deutlich macht.

ARK Invest reduziert Position

Parallel zum Infrastruktur-Ausbau meldete Cathie Woods ARK Invest am 1. September eine Reduzierung ihres AMD-Engagements. Die Fonds ARKQ und ARKX verkauften zusammen 7.450 Aktien – ARKQ trennte sich von 4.136, ARKX von 3.314 Stück. Beim damaligen Schlusskurs von 459,61 Dollar entsprach das einem Gegenwert von rund 3,4 Millionen Dollar. Medienberichten zufolge deutet die Transaktion auf eine strategische Umschichtung weg vom Halbleiterkonzern hin.

Die Verkäufe fallen in eine Phase, in der die Aktie ohnehin unter Abgabedruck steht: In den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier 13 Prozent an Wert. Dass ausgerechnet ein prominenter Wachstumsinvestor wie ARK in dieser Phase Kasse macht, dürfte manchen Anleger aufhorchen lassen – auch wenn die verkauften Stückzahlen im Vergleich zur Marktkapitalisierung des Konzerns von rund 663 Milliarden Euro verschwindend klein sind.

Geschäftszahlen liefern das Fundament

Die fundamentale Basis für das Nahost-Geschäft und generell den KI-Kurs von AMD hatte der Konzern bereits am 4. August mit den Zahlen zum zweiten Quartal geliefert. Der Nettogewinn kletterte auf 2,3 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,38 Dollar je Aktie, nach 872 Millionen Dollar beziehungsweise 54 Cent im Vorjahresquartal.

Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft schoss um 107 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar nach oben, getragen von starken Verkäufen sowohl bei Prozessoren als auch bei Grafikchips. AMD übertraf damit sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen und stellte für das laufende Quartal eine Prognose in Linie mit den Markterwartungen in Aussicht.

Genau diese Kombination aus starkem operativem Geschäft und nervösem Kursverlauf prägt derzeit das Bild der Aktie. Während die Partnerschaften in Saudi-Arabien und die Rechenzentrumszahlen für strukturelles Wachstum sprechen, sorgen Positionsanpassungen wie die von ARK und die allgemeine Risikoscheu gegenüber stark gelaufenen KI-Werten für Gegenwind.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Ausbau der Infrastruktur in Riad und darüber hinaus die operative Dynamik aus dem zweiten Quartal fortschreiben kann.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.