Für AMD wird es heute ernst. Der Halbleiter-Konzern muss nach Börsenschluss beweisen, dass die jüngsten Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind. Während die Aktie im Vorfeld bereits Boden gutgemacht hat, liegt der Fokus der Wall Street nicht nur auf dem vergangenen Quartal, sondern vor allem auf der alles entscheidenden Frage: Kann AMD im Schatten von Nvidia profitabel weiter wachsen?
Hohe Hürden für das vierte Quartal
Die Erwartungen sind sportlich. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von rund 9,67 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,32 US-Dollar. Doch bloße Zahlenwerke dürften dem Markt kaum ausreichen. Vielmehr dient der Bericht als Belastungsprobe für die Bewertung des Unternehmens, nachdem die Aktie am Montag bereits rund 4 Prozent auf ca. 246 US-Dollar zulegen konnte.
Rückenwind kommt von der Analystenseite. Experten wie Matt Bryson von Wedbush betonen, dass AMD nicht zwangsläufig Nvidias massive Marktanteile erreichen muss, um für Aktionäre attraktiv zu sein. Entscheidend seien die Profitabilität im Server-CPU-Geschäft und die Rolle in Rechenzentren. Auch HSBC sieht Potenzial und hob das Kursziel an, getrieben von der Hoffnung auf sogenannte „Agentic AI“ als neuen Nachfragetreiber für Server-Prozessoren.
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Worauf Anleger achten müssen
Jenseits der reinen Gewinnzahlen werden drei Faktoren die nachbörsliche Reaktion diktieren:
- Ausblick für KI-Chips: Im Zentrum steht die Prognose für die Chips der MI300-Serie und die kommenden MI350-Beschleuniger. Eine Anhebung der Umsatzziele würde als klares Signal gewertet, dass AMD im KI-Sektor konkurrenzfähig bleibt.
- Kampf gegen Intel: Investoren prüfen genau, ob AMD dem strauchelnden Konkurrenten Intel im Bereich der Server-Prozessoren (x86) weitere Marktanteile abnehmen kann.
- Margen: Da sich der Produktmix hin zu Hochleistungs-Computing verschiebt, müssen die Bruttomargen diesen Premium-Fokus widerspiegeln.
Die Auflösung folgt heute nach US-Börsenschluss. Der Bericht wird Klarheit darüber schaffen, ob sich die Erzählung von der „KI-Alternative“ im Jahr 2026 auch in einem beschleunigten Cashflow niederschlägt. Angesichts der hohen Bewertung (Jahresplus von über 100 Prozent) lässt der Markt wenig Spielraum für enttäuschende Prognosen.
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