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AMD Aktie: KI-Deal mit Meta

AMD und Meta vereinbaren mehrjährigen Abnahmevertrag für KI-Chips und CPUs. Der strategische Deal sichert AMD langfristige Liefermengen, doch die Aktie reagierte zuletzt verhalten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Meta bestellt bis zu 6 Gigawatt AMD Instinct GPUs
  • Vertrag umfasst mehrere Chip-Generationen ab 2026
  • Option auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien für Meta
  • Aktienkurs trotz Deal unter Marktvolatilität leidend

AMD rückt im KI-Rennen näher an die erste Reihe der großen Infrastruktur-Lieferanten. Ausgerechnet Meta sorgt nun für Rückenwind – mit einem mehrjährigen Hardware-Abkommen, das die Roadmap des Chipkonzerns praktisch „in Beton gießt“. Doch warum reagiert der Markt trotzdem nicht nur positiv?

Meta setzt auf AMD-Hardware

Kern der Vereinbarung: Meta will über fünf Jahre hinweg bis zu 6 Gigawatt an Rechenkapazität in Form von AMD Instinct GPUs abnehmen – und zwar über mehrere Chip-Generationen hinweg. Der Start ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Zum Auftakt soll 1 Gigawatt Hardware auf Basis der kommenden MI450-Architektur geliefert werden.

Zusätzlich will Meta maßgeschneiderte EPYC-CPUs der 6. Generation („Venice“) beziehen. Der strategische Hintergrund wird im Text klar benannt: Meta möchte seine Infrastruktur breiter aufstellen und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduzieren – mit dem Ziel, mehr Flexibilität und Robustheit in den Stack zu bringen.

Ein wichtiger Baustein im Deal sind außerdem leistungsabhängige Warrants, die Meta den Erwerb von bis zu 160 Millionen AMD-Aktien zu einem nominalen Ausübungspreis ermöglichen. Die Zuteilung ist an Bedingungen geknüpft: Ein Teil hängt an Liefer-Meilensteinen, der letzte Teil wird erst fällig, wenn der Aktienkurs 600 US-Dollar erreicht.

Technik-Argumente: Effizienz statt nur „mehr Chips“

Parallel dazu hat AMD auf der ISSCC 2026 technische Fortschritte hervorgehoben. Beim Instinct MI355X sei es gelungen, den Durchsatz pro Compute Unit zu verdoppeln, obwohl insgesamt weniger Compute Units genutzt werden. AMD argumentiert: Genau diese Effizienz soll helfen, leistungsmäßig mit Konkurrenzsystemen mitzuhalten.

Auch auf der Software-Seite gibt es Bewegung: Scientel kündigte mit Gensonix AI LLM ein Modell an, das speziell für AMD Radeon GPUs optimiert ist und lokale KI-Anwendungen auf kleineren Systemen effizienter machen soll.

Warum die Aktie trotzdem schwächelte

Trotz der strategisch starken Nachricht zeigte der Markt zuletzt wenig Geduld. Am Freitag schloss die Aktie bei 169,64 Euro und gab damit 1,73% nach. Laut Quelltext spielte dabei weniger der Deal selbst eine Rolle, sondern eher die hohe Marktvolatilität und eine mögliche Sektorrotation.

Dazu passt der größere Kontext: Für 2026 werden bei Hyperscalern Investitionen in Höhe von hunderten Milliarden Dollar erwartet. In so einem Umfeld zählen Großaufträge zwar als Signal – kurzfristig kann die Kursreaktion aber trotzdem von der allgemeinen Risiko-Stimmung überlagert werden.

Unterm Strich setzt der Meta-Vertrag einen klaren Rahmen: Ab H2 2026 sollen konkrete Liefermengen anlaufen, während Meta mit AMD als zweitem starken Partner seine KI-Infrastruktur breiter absichert.

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