Während der Gesamtmarkt im März unter Druck geriet, schwamm Advanced Micro Devices gegen den Strom. Der Grund für diese relative Stärke ist ein massiver Liefervertrag mit Meta Platforms. Mit einem geschätzten Volumen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar sichert sich der Social-Media-Gigant die nächste Generation von KI-Chips und verändert damit die Machtverhältnisse im Hardware-Sektor.
Milliarden-Wette auf neue KI-Infrastruktur
Die Widerstandsfähigkeit der Papiere – ein Plus von 2,5 Prozent im März gegenüber einem schwachen S&P 500 – lässt sich direkt auf diese neue Partnerschaft zurückführen. Meta plant den Aufbau einer 6-Gigawatt-KI-Infrastruktur und greift dafür auf die kommenden AMD Instinct GPUs und EPYC-Prozessoren zurück. Es ist die größte Einzelbestellung von Hardware jenseits des Platzhirsches Nvidia in der bisherigen KI-Ära. Die Auslieferungen für das erste Gigawatt sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen.
Finanziell ist das Abkommen ungewöhnlich konstruiert. AMD gewährt Meta leistungsbasierte Optionsscheine für bis zu 160 Millionen Stammaktien. Diese werden erst fällig, wenn bestimmte Auslieferungsziele sowie ehrgeizige Aktienkursmarken von bis zu 600 US-Dollar erreicht sind. Meta hat bis Februar 2031 Zeit, diese Optionen auszuüben. Diese Struktur bindet den Erfolg des Kunden direkt an die Wertentwicklung des Chipherstellers.
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Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Wall Street honoriert die jüngsten Entwicklungen mit optimistischen Prognosen. Für 2026 erwarten Experten einen Gewinnsprung von 59 Prozent auf 6,65 US-Dollar je Aktie, gefolgt von einem weiteren Anstieg im Jahr 2027. Das spiegelt sich auch in der aktuellen Abdeckung der Analysten wider:
- 29 Kaufempfehlungen
- 10 Halteempfehlungen
- 1 „Strong Buy“-Rating
- Kursziele zwischen 220 und 365 US-Dollar
Geopolitische Hürden bleiben
Trotz der positiven Grundstimmung existieren weiterhin Risiken im Hintergrund. US-Exportkontrollen für China kosteten das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 bereits 440 Millionen US-Dollar. Zwar gibt es seit August 2025 eine Vereinbarung mit der US-Regierung, die bestimmte Verkäufe gegen eine Umsatzabgabe von 15 Prozent erlaubt, allerdings belasten zusätzliche Zölle auf Hochleistungschips das internationale Geschäft. Parallel dazu wachsen am Markt die Sorgen, ob Großkunde OpenAI seine enormen finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Hardware-Lieferanten langfristig erfüllen kann.
Der nächste konkrete Prüfstein für die Aktie folgt in wenigen Wochen. Am 28. April 2026 wird AMD die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Mit einem erwarteten Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar muss das Management beweisen, dass sich die strategischen Großaufträge auch im aktuellen Marktumfeld in zählbarem Wachstum niederschlagen.
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