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AMD Aktie: Google greift an

Die neue Allianz zwischen Google und Meta bei KI-Chips setzt AMD unter Druck, während institutionelle Verkäufe und geopolitische Spannungen die Aktie belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Meta setzt künftig auf Googles KI-Chips
  • ARK Invest verkauft große AMD-Position
  • Rechenzentrumsgeschäft zeigt weiterhin Stärke
  • Aktie signalisiert überverkaufte Marktlage

Der Chipentwickler AMD sieht sich mit einer neuen strategischen Bedrohung konfrontiert. Obwohl das Unternehmen erst kürzlich einen Milliarden-Deal mit Meta abschloss, wendet sich der Social-Media-Gigant nun zunehmend Google zu. Diese Entwicklung schürt am Markt die Sorge, dass die großen Tech-Konzerne bei der KI-Infrastruktur künftig eigene Wege gehen könnten.

Hyperscaler suchen Alternativen

Ende Februar besiegelten Meta und Google eine weitreichende Partnerschaft. Meta mietet künftig Googles proprietäre Tensor Processing Units (TPUs) über die Cloud, um seine KI-Modelle der nächsten Generation zu trainieren. Ab 2027 steht sogar ein direkter Kauf dieser Beschleuniger für Metas eigene Rechenzentren im Raum.

Für unabhängige Halbleiterhersteller wie AMD entsteht dadurch ein spürbarer Gegenwind. Zwar sicherte sich AMD zuvor eine bis zu 60 Milliarden US-Dollar schwere Partnerschaft zur Lieferung von Instinct-GPUs an Meta. Die zunehmende Diversifizierung der Großkunden hin zu cloud-spezifischen Chips dämpft jedoch die langfristigen Wachstumserwartungen für traditionelle Hardware-Anbieter.

Geopolitik und institutionelle Verkäufe

Erschwerend kommt das aktuell angespannte Marktumfeld hinzu. Gescheiterte diplomatische Gespräche in Islamabad schüren Sorgen um die Stabilität der Straße von Hormus, was Technologiewerte im vorbörslichen Handel am Montag unter Druck setzte. Auch institutionelle Investoren passen ihre Portfolios an. Cathie Woods ARK Invest trennte sich am vergangenen Freitag von über 44.000 AMD-Aktien im Wert von rund 10,5 Millionen US-Dollar.

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Die Aktie, die auf Jahressicht noch immer ein massives Plus von 151 Prozent verzeichnet, ging am Freitag bei 209,30 Euro aus dem Handel. Der extrem niedrige RSI-Wert von 16,7 deutet nach den jüngsten Rücksetzern auf eine stark überverkaufte Situation hin.

Starke Basis vor den Quartalszahlen

Trotz der aktuellen Störfeuer bleibt das fundamentale Geschäft robust. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete das Rechenzentrumssegment dank der hohen Nachfrage nach EPYC-Prozessoren ein Umsatzplus von 39 Prozent auf 5,4 Milliarden US-Dollar.

Am 5. Mai 2026 wird das Management die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Neben dem anvisierten Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar erwarten Analysten dann konkrete Antworten darauf, wie AMD seine Marktposition gegen die hauseigenen Chip-Entwicklungen der Tech-Giganten verteidigen will.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.