Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben den Technologiesektor gestern unter Druck gesetzt — AMD gehörte zu den Verlierern. Die Aktie fiel um mehr als drei Prozent und rutschte unter die Marke von 200 Dollar. Gleichzeitig bereitet CEO Lisa Su eine strategisch wichtige Reise nach Südkorea vor, die zeigen soll, wie gut AMD für die nächste KI-Generation aufgestellt ist.
Warum der Markt nervös reagiert
Auslöser des Kursrückgangs war ein breiter Ausverkauf im Technologiesektor. Der Nasdaq Composite verlor 1,8 Prozent, der S&P 500 fiel auf ein Jahrestief. Im Hintergrund stehen Berichte über eine Eskalation des Konflikts rund um den Iran und mögliche Bedrohungen der Straße von Hormus — mit unmittelbaren Folgen: Der Brent-Rohölpreis überstieg erstmals seit August 2022 die Marke von 100 Dollar pro Barrel.
Für Halbleiterhersteller wie AMD ist das aus zwei Gründen relevant. Erstens könnten anhaltende Instabilitäten im Persischen Golf die Versorgung mit Helium gefährden, einem kritischen Material für die Chipproduktion. Zweitens treiben höhere Energiekosten die Betriebsausgaben von Rechenzentren in die Höhe — was die Nachfrage nach KI-Beschleunigern bremsen könnte.
Lisa Sus Reise nach Seoul
Ab dem 18. März reist Su nach Südkorea, um die Lieferkette für High Bandwidth Memory (HBM) zu sichern. HBM ist ein zentrales Bauteil für AMDs KI-Grafikprozessoren der nächsten Generation. Geplant sind Gespräche mit Samsung und dem Internetkonzern Naver.
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig: Samsung soll gerade die Massenproduktion von HBM4-Chips anlaufen lassen — zu einem Stückpreis von rund 700 Dollar, deutlich mehr als bei Vorgängergenerationen. AMD will seine Abhängigkeit von einzelnen Speicherlieferanten reduzieren und die Versorgung für kommende Produktgenerationen absichern. Ob Samsung bei den Preisverhandlungen Entgegenkommen zeigt, bleibt offen.
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Starke Zahlen, aber ein Risiko am Horizont
Fundamental steht AMD solide da. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 10,3 Milliarden Dollar — 630 Millionen über den Erwartungen. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,53 Dollar und damit 0,21 Dollar über dem Analystenkonsens.
Institutionelle Investoren haben zuletzt ihre Positionen ausgebaut: Watchtower Advisors LP erhöhte seinen Anteil im dritten Quartal um 14,6 Prozent, Roberts Capital Advisors LLC sogar um mehr als 175 Prozent. Ein konkretes Risiko bleibt dennoch bestehen: Meta, aktuell einer der größten Abnehmer von AMDs KI-Rechenleistung mit bis zu 6 Gigawatt, plant bis 2027 den Wechsel auf eigene KI-Chips.
Der Ausgang der Gespräche in Seoul dürfte maßgeblich beeinflussen, ob AMD seinen Produktionsplan für KI-Beschleuniger halten kann — und zu welchen Kosten.
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