Jahrelang dominierte die GPU-Debatte rund um AMD. Jetzt rückt der EPYC-Serverprozessor ins Rampenlicht — und das kurz vor den Quartalsergebnissen am 5. Mai.
Intels Zahlen als Signal für AMD
Der Auslöser kommt vom Konkurrenten. Intel meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Dollar — rund 1,4 Milliarden über der eigenen Prognose. Analysten werten das als Hinweis auf eine strukturelle Verschiebung in der KI-Infrastruktur.
Das Muster: Sogenannte „agentische“ KI-Workloads brauchen mehr CPUs als bisher angenommen. Rechenzentren setzen Serverprozessoren wieder stärker ein — und AMDs EPYC-Linie gilt als direkter Nutznießer dieses Trends.
Neuer Prozessor, neue Margen
Parallel dazu brachte AMD am 22. April den Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition auf den Markt. Der Desktop-Prozessor kombiniert 16 Zen-5-Kerne mit 208 MB On-Chip-Speicher. Erstmals platziert AMD den gestapelten 3D-V-Cache auf beiden Chiplets — ein technischer Schritt, der die Latenz senken und die Bruttomarge verbessern soll. Der Listenpreis liegt bei 899 Dollar.
Was Analysten erwarten
Für das erste Quartal 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn von 1,27 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von rund 9,84 Milliarden Dollar. Deutsche Bank hält die Aktie auf „Hold“ mit einem Kursziel von 250 Dollar, erwartet aber für die ersten drei Quartale Bruttomargen von über 55 Prozent.
Optimistischer zeigt sich D.A. Davidson: Die Bank stuft AMD mit „Buy“ ein und sieht das Kursziel bei 375 Dollar. Treiber ist die Erwartung, dass das GPU-Geschäft im Rechenzentrumsbereich in der zweiten Jahreshälfte 2026 deutlich anzieht. Einige institutionelle Prognosen sehen das Datencenter-Segment für das Gesamtjahr bei bis zu 15 Milliarden Dollar Umsatz.
Ein Gegengewicht bleibt das Gaming-Segment. Dort drohen bei den Semi-Custom-SoC-Erlösen zweistellige Rückgänge.
Kurs nahe Jahreshoch
Die Aktie notiert bei rund 282 Euro — knapp fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 294,95 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Kurs fast 48 Prozent zugelegt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 531 Milliarden Dollar gehört AMD zu den schwergewichtigsten Halbleiterunternehmen weltweit.
Die Quartalsergebnisse am 5. Mai nach US-Börsenschluss werden zeigen, ob die EPYC-Nachfrage tatsächlich so stark anzieht wie die Intel-Zahlen vermuten lassen.
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