Citigroup Research hat AMD heute auf seine 30-Tage-„Positive Catalyst Watch“ gesetzt — trotz einer gleichzeitigen Senkung des Kursziels. Das klingt widersprüchlich, spiegelt aber die gespaltene Stimmung unter Analysten wider: Kurzfristig optimistisch, langfristig noch vorsichtig.
Starkes Fundament im Server-Markt
Hinter dem Citi-Signal steckt eine handfeste Entwicklung: AMDs Marktanteil bei Server-CPUs kletterte im vierten Quartal 2025 auf 41,3 Prozent — nach 39 Prozent im Vorquartal. Treiber ist die wachsende Nachfrage durch sogenannte „Agentic AI“, also KI-Systeme, die eigenständig handeln und dafür rechenintensive Infrastruktur jenseits klassischer GPUs benötigen.
Die Zahlen aus dem Q4 2025 unterstreichen die Dynamik: AMD erzielte einen Umsatz von 10,27 Milliarden Dollar, ein Plus von 34,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,53 Dollar und übertraf den Analystenkonsens von 1,32 Dollar deutlich. Im Datencenter-Segment allein summierte sich der Jahresumsatz 2025 auf 16,6 Milliarden Dollar.
Analysten uneins über die Bewertung
Citi-Analyst Atif Malik senkte das Kursziel von 260 auf 248 Dollar und behält das Rating „Neutral“ — mit Verweis auf Bewertungsbedenken trotz starker Nachfrage von Hyperscalern. Andere Häuser sehen das anders:
- Wells Fargo: „Overweight“, Kursziel 345 Dollar, AMD auf der „Q2 Tactical Ideas List“
- UBS: „Buy“, Kursziel 310 Dollar, verweist auf einen möglichen dritten Gigawatt-KI-Deal, potenziell mit Microsoft
Der Konsens aller Analysten liegt derzeit bei rund 290 Dollar — deutlich über dem aktuellen Kurs von etwa 219 Dollar.
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Insider verkaufen, Institutionelle kaufen
Auf Unternehmensebene gab es in den vergangenen 90 Tagen nennenswerte Insider-Verkäufe: Insgesamt wurden rund 239.000 Aktien im Wert von etwa 50 Millionen Dollar abgestoßen. CEO Lisa Su verkaufte allein 85.000 Aktien für rund 16,9 Millionen Dollar. Gleichzeitig erhöhten institutionelle Investoren ihre Positionen — Leo Wealth LLC etwa baute seinen Bestand um 77,8 Prozent aus.
Rückenwind kommt auch vom Marktumfeld: Prognosen zufolge steigen die Kapitalausgaben der großen Cloud-Anbieter 2026 um 69 Prozent — Geld, das direkt in Infrastruktur wie AMDs EPYC-Prozessoren fließt.
Die nächsten Quartalszahlen sind für den 5. Mai 2026 geplant. Dann zeigt sich, ob AMD seinen Marktanteilsgewinn im Servergeschäft weiter ausbauen konnte.
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