Nvidia hat die Messlatte im Halbleitersektor abermals nach oben verschoben. Mit einem Quartalsumsatz von über 81 Milliarden US-Dollar dominiert der Marktführer das Narrativ. Für den direkten Konkurrenten AMD bedeutet das: Die Erwartungen an das eigene Geschäft mit Künstlicher Intelligenz steigen rasant.
Im Sog des Marktführers
Nvidias Rechenzentrumssparte wuchs zuletzt um 92 Prozent auf gut 75 Milliarden Dollar. Das Unternehmen rechnet im laufenden Quartal sogar mit 91 Milliarden Dollar Gesamtumsatz — und das ganz ohne chinesische Rechenzentrumskunden. Diese Zahlen schärfen den Blick der Investoren auf die weltweiten Ausgaben für KI-Infrastruktur. Das setzt AMD unter Zugzwang.
Im ersten Quartal lieferte das Unternehmen bereits ab. Das wichtige Segment für Rechenzentren wuchs um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Treiber waren hier vor allem die EPYC-Prozessoren und der Hochlauf der neuen Instinct-Grafikchips.
Für das laufende zweite Quartal peilt das Management einen Gesamtumsatz von rund 11,2 Milliarden Dollar an. Das entspricht einem Wachstum von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da in der kommenden Woche keine neuen Unternehmenszahlen anstehen, bleibt diese Prognose der wichtigste Anker für Investoren.
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Rekordjagd an der Börse
Der Markt belohnt diese Positionierung als zweite große Kraft im KI-Sektor. Die AMD-Papiere gingen am Freitag bei 403,35 Euro aus dem Handel und markierten damit punktgenau ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert der Aktie mit einem Zuwachs von 111 Prozent mehr als verdoppelt.
Makro-Daten rücken in den Fokus
Neben der reinen Branchendynamik rücken nun konjunkturelle Faktoren in den Vordergrund. Am 28. Mai veröffentlicht die US-Regierung neue Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter. Das Barometer misst die Investitionsbereitschaft. Es gilt als wichtiger Indikator für die allgemeine Hardware-Nachfrage im Technologiesektor.
Parallel dazu steht der PCE-Inflationsindex auf der Agenda. Dieser Wert gilt als bevorzugtes Maß der US-Notenbank und beeinflusst die Zinserwartungen direkt. Fallen die Preisdaten höher aus als erwartet, dürfte das die Bewertungen hochpreisiger Wachstumsaktien wie AMD kurzfristig belasten.
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