Frankreichs erstes Exascale-Supercomputer-Projekt, ein Sechs-Gigawatt-Vertrag mit Meta und ein Aktienkurs auf Allzeithoch — AMD verdichtet gerade mehrere Großereignisse auf einmal. Der Kurs legte in den vergangenen 30 Tagen rund 69 Prozent zu und schloss zuletzt bei 294,95 Euro.
Frankreich setzt auf AMD-Technologie
Im April 2026 unterzeichneten AMD und Vertreter der französischen Regierung eine Absichtserklärung zur Vertiefung ihrer Zusammenarbeit. Kern des Abkommens ist Alice Recoque — Frankreichs geplanter erster Exascale-Supercomputer auf Basis von AMD-Technologie. AMD-Vizepräsident Keith Strier unterzeichnete das Dokument gemeinsam mit drei französischen Ministern in Paris.
Flankierend plant AMD, Forschern, Entwicklern und Startups über seine Universitäts- und Entwicklerprogramme Hardware, Software und Schulungen bereitzustellen. Für AMD ist das Abkommen der Einstieg in ein neues Segment: staatlich geförderte KI-Infrastruktur in Europa.
Meta-Deal: Sechs Gigawatt, performancebasierte Warrants
Noch gewichtiger ist die kommerzielle Seite. AMD und Meta vereinbarten einen Rahmenvertrag über sechs Gigawatt GPU-Kapazität für Metas nächste KI-Infrastrukturgeneration. Die ersten Lieferungen — basierend auf dem AMD Instinct MI450 und den EPYC-Prozessoren der sechsten Generation — sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.
Die Vertragsstruktur ist ungewöhnlich: AMD räumte Meta performancebasierte Warrants auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien ein. Die erste Tranche wird bei Erreichen des ersten Gigawatts an GPU-Lieferungen fällig, weitere Tranchen staffeln sich bis zur Sechs-Gigawatt-Marke. Die letzte Tranche ist an einen AMD-Aktienkurs von 600 Dollar geknüpft. Ein strukturell vergleichbarer Vertrag mit OpenAI wurde bereits im Oktober 2025 geschlossen.
Lieferengpässe und die Frage der Bewertung
Das Wachstumspotenzial ist real — die Fähigkeit, es zu heben, weniger sicher. Analystenhaus Stifel verweist auf sich verschärfende Lieferengpässe, die AMDs Wachstum trotz voller Auftragsbücher bremsen könnten. D.A.-Davidson-Analyst Gil Luria sieht darin allerdings auch eine Chance: AMD sei gut positioniert, um Preise portfolioweit anzuheben und die Margen auszuweiten.
Für das erste Quartal 2026 hatte AMD selbst einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt — ein Anstieg von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr erwarten Analysten ein Gewinnwachstum von 60 Prozent auf 6,70 Dollar je Aktie.
Beim aktuellen Kurs liegt die Aktie rund 18 Prozent über dem durchschnittlichen Analystenkursziel von 295,76 Dollar. Das Rechenzentrumsgeschäft macht inzwischen mehr als 52 Prozent des Umsatzes aus — ein struktureller Wandel, der die Neubewertung der Aktie fundamental stützt.
Am 5. Mai legt AMD Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob der Hochlauf der MI450-Plattform und die Rampe bei Meta und OpenAI bereits in den Zahlen sichtbar werden — und ob das Management die Lieferengpässe als lösbar oder als strukturelles Problem einordnet.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
