Amazon hat die Handelswoche auf einem neuen Allzeithoch beendet. Die Aktie kletterte am Freitag auf 225,40 Euro — ein Plus von 3,42 Prozent an einem einzigen Tag. Seit Jahresbeginn hat der Kurs rund 17 Prozent zugelegt. Jetzt richtet sich der Blick auf den 29. April.
Meta-Deal, Analysten-Upgrades, AWS-Fantasie
Den Anstoß für die Wochenendrally gab ein milliardenschwerer Deal: Meta wird Amazon Web Services nutzen, um seine nächste KI-Generation zu betreiben — konkret mit Amazons eigenen Graviton-Chips. Das macht Meta zu einem der größten Kunden für Amazons Prozessoren. Der Markt wertete das als klares Signal für die Nachfragestärke im AWS-Geschäft.
Parallel dazu erhöhten mehrere Banken ihre Kursziele. UBS hob das Ziel auf 304 Dollar und behielt das Kaufvotum bei. Analyst Stephen Ju erwartet für 2026 ein AWS-Wachstum von 38 Prozent — weit über dem Konsens von 26 Prozent. BMO Capital zog das Kursziel auf 315 Dollar an und verwies auf eine Wachstumsbeschleunigung bei AWS trotz konjunktureller Unsicherheiten. TD Cowen bekräftigte ebenfalls seine positive Einschätzung. Der mittlere Konsens aller Analysten liegt laut LSEG bei 282 Dollar — rund elf Prozent über dem aktuellen Kursniveau.
Was am 29. April zählt
Die Erwartungen für das erste Quartal 2026 sind klar umrissen. Analysten rechnen mit einem Umsatz von rund 188 Milliarden Dollar — ein Anstieg von knapp 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll auf etwa 1,63 Dollar steigen. Beim AWS-Umsatz liegt der Konsens bei 36,8 Milliarden Dollar, die erwartete Marge bei 35,7 Prozent.
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Die entscheidende Kennzahl ist das AWS-Wachstumstempo. CEO Andy Jassy hat bereits kommuniziert, dass KI-Dienste bei AWS auf eine Jahresumsatzrate von 15 Milliarden Dollar kommen. Hält das Wachstum bei oder über 20 Prozent, bleibt die Bewertungslogik rund um AWS intakt. Fällt es darunter, dürfte das die Debatte über die hohen Investitionskosten neu entfachen.
Capex-Druck und Tarifrisiken
Amazon hat für 2026 ein Investitionsbudget von 200 Milliarden Dollar angekündigt. Als diese Zahl im Februar bekannt wurde, verkaufte der Markt die Aktie zunächst ab — die Sorge: kurzfristig schrumpfender freier Cashflow. Hinzu kommen Belastungen durch US-Importzölle auf chinesische Waren. Amazon verhandelt aktiv mit Lieferanten über Preisanpassungen. Die Abschaffung der De-minimis-Regelung erhöht die Kosten im Drittanbieter-Marktplatz zusätzlich.
Das operative Ergebnis für Q1 hatte Amazon selbst mit 16,5 bis 21,5 Milliarden Dollar prognostiziert — unter dem damaligen Konsens von 22,2 Milliarden Dollar. Die Latte liegt damit tief genug, dass ein solides Ergebnis möglich ist. Verfehlt Amazon jedoch selbst diese Spanne, dürfte die Reaktion deutlich ausfallen.
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