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Amazon: Bank of America hebt Ziel auf 310 Dollar

Starke Quartalszahlen und Milliarden-Investitionen treiben Amazons Aktie. Cloud und KI-Chips sind die Wachstumstreiber.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Cloud-Sparte AWS wächst um 28 Prozent
  • Eigene KI-Chips erzielen Milliardenumsätze
  • Gewinn je Aktie übertrifft Erwartungen deutlich
  • Kapitalausgaben erreichen Rekordniveau

Ein verstecktes Milliarden-Business rückt plötzlich in den Fokus der Wall Street. Nach einem überraschend starken ersten Quartal heben führende Investmentbanken ihre Kursziele für Amazon reihenweise an. Der Treiber ist nicht primär der klassische Online-Handel, sondern eine massive Beschleunigung bei Cloud-Diensten und hauseigenen KI-Chips.

Die Bank of America sieht die Aktie nun bei 310 US-Dollar und behält ihre Kaufempfehlung bei. Analysten von Robert W. Baird zogen nach und erhöhten ihr Ziel auf 300 Dollar. Am Freitag verabschiedete sich das Papier bei gut 268 Dollar ins Wochenende. Marktbeobachter verweisen auf steigende Margen im Retail-Sektor und langfristige Chancen durch proprietäre Infrastruktur.

Das unterschätzte Silizium-Geschäft

Ein zentraler Faktor für den Optimismus ist Amazons eigene Chip-Entwicklung. Die Serien Trainium und Graviton erreichen mittlerweile eine hochgerechnete Jahresumsatzrate von 20 Milliarden Dollar. Das Wachstum liegt im dreistelligen Prozentbereich. Das Management meldete bereits, dass die Trainium2-Generation weitgehend ausverkauft ist.

Auch der leistungsstärkere Nachfolger Trainium3 stößt auf enorme Nachfrage und ist fast vollständig reserviert. Der Konzern verzeichnet für seine Hardware inzwischen feste Umsatzzusagen im Wert von über 225 Milliarden Dollar. Würde Amazon diese Chips wie Konkurrent Nvidia an Dritte verkaufen, läge das Volumen laut Schätzungen noch deutlich höher.

Gewinnsprung und hohe Investitionen

Das Fundament für die jüngste Kursrally lieferten die Quartalszahlen. Der Umsatz kletterte um knapp 17 Prozent auf 181,5 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf Amazon mit 2,78 Dollar die Erwartungen der Wall Street fast um das Doppelte.

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Weitere Eckdaten des Berichts unterstreichen die Dynamik:
* AWS-Wachstum: Die Cloud-Sparte beschleunigte sich auf 28 Prozent und erreichte 37,6 Milliarden Dollar.
* Operatives Ergebnis: Ein Rekordwert von 23,9 Milliarden Dollar entspricht einer Marge von gut 13 Prozent.
* Kapitalausgaben: Allein im ersten Quartal flossen 43,2 Milliarden Dollar in den Infrastruktur-Ausbau.

Diese massive Investitionswelle sorgt bei einigen Marktteilnehmern für Zurückhaltung. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Konzern Ausgaben in Höhe von rund 200 Milliarden Dollar. Der aggressive Ausbau der Rechenzentren dürfte den freien Cashflow in den kommenden Monaten spürbar belasten.

Nach dem Ausbruch über die Widerstandsmarke von 250 Dollar konsolidiert die Aktie nun auf hohem Niveau. Am 20. Mai steht die virtuelle Hauptversammlung auf der Agenda. Aktionäre stimmen dann über die Besetzung des Verwaltungsrats ab. Da in den nächsten Tagen keine marktbewegenden Konjunkturdaten für den Tech-Sektor anstehen, richtet sich der Fokus vorerst auf die Umsetzung der ehrgeizigen Infrastrukturpläne.

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