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Symbolbild, KI-generiert

Amazon: Anthropic verpflichtet sich zu $100 Milliarden AWS

Amazon erreicht neues Allzeithoch nach milliardenschwerer KI-Partnerschaft mit Anthropic. AWS profitiert von langfristigem Cloud-Ausbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Anthropic investiert über 100 Milliarden in AWS
  • Amazon steckt 25 Milliarden in KI-Unternehmen
  • Alexa+ startet nun auch in Spanien
  • Quartalszahlen am 29. April als nächster Test

Anthropic verpflichtet sich zu Ausgaben von mehr als 100 Milliarden Dollar bei Amazon Web Services — und der Markt quittiert das mit einem neuen Allzeithoch. Die Amazon-Aktie schloss am Freitag auf Rekordniveau und markierte damit bereits den zweiten Rekordschluss innerhalb von drei Handelstagen.

Anthropic als Wachstumsmotor für AWS

Der Kern der Vereinbarung: Anthropic nutzt über die nächsten zehn Jahre AWS-Infrastruktur im Umfang von bis zu fünf Gigawatt — betrieben mit Amazons eigenen Trainium- und Graviton-Chips. Amazon investiert seinerseits sofort weitere fünf Milliarden Dollar in das KI-Unternehmen, weitere 20 Milliarden sind an konkrete Meilensteine geknüpft. Das gesamte Investitionsrahmenwerk summiert sich damit auf rund 25 Milliarden Dollar.

Für AWS ist das mehr als ein Großauftrag. Anthropic bindet sich langfristig an Amazons Cloud-Plattform — zu einem Zeitpunkt, an dem der KI-Umsatz von AWS laut CEO Andy Jassy im ersten Quartal eine annualisierte Rate von 15 Milliarden Dollar überschritten hat, mit einem Wachstumstempo, das das frühe AWS-Wachstum noch übertrifft.

Alexa+ und die Monetarisierung von 600 Millionen Geräten

Parallel dazu treibt Amazon die internationale Expansion seines KI-Assistenten voran. „Alexa+“ startete am Freitag in Spanien — nach dem US-amerikanischen, britischen, kanadischen, mexikanischen und italienischen Markt. Der Dienst befindet sich dort in einer Early-Access-Phase mit lokalen Integrationen, etwa für TheFork und El País. Nicht-Prime-Mitglieder zahlen 22,99 Euro monatlich, Prime-Kunden erhalten Zugang ohne Aufpreis.

Das Ziel dahinter ist klar: Amazon will seine rund 600 Millionen Alexa-fähigen Geräte weltweit in ein wiederkehrendes Umsatzmodell verwandeln.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

An der Börse spiegelt sich die Dynamik im Kurs wider. Die Aktie legte am Freitag um 3,42 Prozent zu und schloss auf dem 52-Wochen-Hoch von 225,40 Euro — rund 20 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus knapp 17 Prozent.

Die entscheidende Bewährungsprobe folgt am Mittwoch, dem 29. April, wenn Amazon die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Investoren werden vor allem auf konkrete Zahlen zur KI-Umsatzentwicklung bei AWS schauen — und darauf, ob das Wachstumstempo hält, das Jassy zuletzt in Aussicht gestellt hat. Hinzu kommt das Satellitenprojekt „Amazon Leo“, dessen erste Starts für Mitte 2026 geplant sind und das bereits erste Unternehmenskunden gewonnen hat.

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