Amazon macht ernst im Wettlauf um das Satelliten-Internet. Um den Rückstand auf den Platzhirschen SpaceX aufzuholen, steht der Tech-Gigant offenbar kurz vor einer spektakulären Übernahme. Im Fokus steht der Satellitenbetreiber Globalstar – ein Deal, der nicht nur die eigene Infrastruktur massiv ausbauen, sondern auch einen direkten Konkurrenten auf den Plan rufen könnte.
Zeitdruck durch die Behörden
Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr. Amazon kämpft bei seinem Satelliten-Programm „Amazon Leo“ mit einer strikten Frist der US-Kommunikationsbehörde FCC. Bis Juli 2026 müssen rund 1.600 Satelliten im Orbit sein. Aktuell kreisen jedoch erst 243 Einheiten um die Erde. Zwar hat der Konzern eine Fristverlängerung bis 2028 beantragt, rechnet aber bis zum Sommer lediglich mit etwa 700 einsatzbereiten Satelliten.
Die Integration von Globalstar würde sofortigen Zugriff auf bestehende Infrastruktur liefern. Hinzu kommen wertvolle Frequenzlizenzen in über 120 Ländern. Das würde den Aufbau des Netzwerks erheblich beschleunigen.
Ein prominenter Mitspieler
Ganz reibungslos dürfte die Transaktion allerdings nicht ablaufen. Ein entscheidendes Detail verkompliziert die Lage: Apple hält einen Anteil von 20 Prozent an Globalstar. Jede endgültige Einigung erfordert daher komplexe Verhandlungen mit dem iPhone-Hersteller.
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Finanziell ist Amazon für den Ausbau gerüstet. Von den gigantischen 200 Milliarden US-Dollar an geplanten Investitionen für 2026 fließt etwa eine Milliarde spezifisch in das Leo-Programm. Der Großteil des Budgets ist für KI-Infrastruktur reserviert. An der Börse honorieren Anleger den Expansionskurs. Die Aktie legte in den vergangenen sieben Tagen um gut 11 Prozent zu und notiert aktuell bei 204 Euro.
Synergien für das Cloud-Geschäft
Marktbeobachter werten den potenziellen Deal als wichtigen Katalysator für das gesamte Amazon-Ökosystem. Besonders die Cloud-Sparte AWS profitiert von der besseren Vernetzung abgelegener Regionen. Das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz spült AWS bereits annualisierte Umsätze von 15 Milliarden Dollar in die Kassen.
Der Übergang von der reinen Entwicklung in die kommerzielle Nutzung läuft bereits. Seit dem 8. April befindet sich das System in der Beta-Phase für Regierungs- und Unternehmenskunden. Dabei werden Datenraten von bis zu 400 Mbps für Standardterminals und über 1 Gbps für spezielle See- und Luftfahrteinheiten erreicht. Der vollständige öffentliche Start des Breitbanddienstes ist fest für Ende 2026 eingeplant.
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