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Amazon Aktie: Roboter, Streaming, Cloud

Amazon treibt mit der Akquisition des Robotik-Startups Rivr, der Einführung von Prime Video Ultra und massiven Cloud-Investitionen gleichzeitig drei strategische Wachstumsfelder voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahme des Schweizer Robotik-Startups Rivr
  • Einführung der Premium-Streaming-Stufe Prime Video Ultra
  • Massive Investitionen in die AWS-Cloud-Infrastruktur
  • Starker Umsatz- und Ergebnisanstieg im letzten Quartal

Amazon baut gleichzeitig an drei Fronten: Die Übernahme eines Schweizer Robotik-Startups soll die Paketzustellung revolutionieren, ein neues Streaming-Abo mehr Umsatz aus dem Prime-Kundenstamm herausholen — und im Hintergrund läuft der teuerste Infrastrukturausbau der Unternehmensgeschichte.

Rivr: Vierbeinige Roboter für die letzte Meile

Amazon hat das Züricher Unternehmen Rivr übernommen, das Lieferroboter für die sogenannte „Doorstep Delivery“ entwickelt. Die Kaufsumme wurde nicht bekannt gegeben. Bemerkenswert: Amazon kommunizierte die Akquisition nicht öffentlich, sondern informierte zunächst nur Drittanbieter im Liefernetzwerk.

Rivrs Roboter kombinieren vier Beine mit Rädern — ein Design, das ihnen erlaubt, Treppen und unebene Oberflächen zu bewältigen. Das Unternehmen trainiert seine Maschinen mit eigenen KI-Modellen und eigenen Daten. Zuletzt hatte Rivr in Austin einen Pilotbetrieb mit dem Paketdienstleister Veho gestartet.

Amazon war bereits vor der Übernahme investiert: Über den 2022 aufgelegten Industrial Innovation Fund beteiligte sich der Konzern an einer Seed-Runde über 22,2 Millionen Dollar. Rivr hatte insgesamt rund 25 Millionen Dollar eingesammelt und war zuletzt mit 100 Millionen Dollar bewertet.

Prime Video Ultra: Mehr zahlen, mehr bekommen

Ab dem 10. April 2026 führt Amazon in den USA die neue Stufe „Prime Video Ultra“ ein — für 4,99 Dollar pro Monat oder 45,99 Dollar im Jahr. Das Angebot bündelt werbefreies Streaming, bis zu fünf gleichzeitige Streams (bisher drei), 100 Offline-Downloads (bisher 25) sowie exklusiven Zugang zu 4K/UHD und Dolby Atmos.

Wer nicht upgradet, verliert künftig den Zugang zu 4K-Inhalten — selbst als reguläres Prime-Mitglied. Amazon begründet den Schritt mit gestiegenen Produktionskosten und dem Anspruch, das Premium-Streaming-Angebot wettbewerbsfähig zu halten. Netflix, Disney+ und andere haben ihre Preise ebenfalls erhöht, was den neuen Tarif marktüblich erscheinen lässt. Gelingt das Modell in den USA, dürfte ein globaler Rollout folgen.

AWS als Fundament

Beide Schritte begleiten einen massiven Kapitalaufbau im Cloud-Geschäft. CEO Andy Jassy erklärte Mitte März intern, AWS könnte langfristig auf 600 Milliarden Dollar Jahresumsatz wachsen — mehr als das Vierfache des aktuellen Niveaus von 128,7 Milliarden Dollar (2025). Im vierten Quartal 2025 wuchs AWS um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das stärkste Tempo seit 13 Quartalen.

Um dieses Wachstum zu unterfüttern, plant Amazon für 2026 Investitionen von 200 Milliarden Dollar, der Großteil davon für AWS-Infrastruktur. Der Preis ist bereits sichtbar: Der freie Cashflow sank im Zwölfmonatszeitraum auf 11,2 Milliarden Dollar, nach 38,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum — direkte Folge eines um 50,7 Milliarden Dollar gestiegenen Investitionsvolumens. Der Gesamtumsatz im vierten Quartal 2025 legte um 12 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar zu, das operative Ergebnis stieg um 18 Prozent auf 25,0 Milliarden Dollar.

Die Amazon-Aktie notiert aktuell rund 7 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein Niveau, das den Investitionsdruck der kommenden Quartale bereits einpreist.

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