Amazon startet diese Woche mit dem Big Spring Sale in die Verkaufssaison 2026 — und verändert gleichzeitig seinen wichtigsten Handelstag des Jahres grundlegend. Laut Bloomberg verlegt der Konzern den Prime Day erstmals von Juli in den Juni, ein Schritt mit weitreichenden Folgen für den gesamten E-Commerce-Kalender.
Der Big Spring Sale als Saisonauftakt
Vom 25. bis 31. März läuft die dritte Auflage des Big Spring Sale — diesmal mit einer Besonderheit: Anders als beim Prime Day können alle Kunden teilnehmen, nicht nur Prime-Mitglieder. Amazon versucht damit, die traditionell ruhige Phase zwischen Weihnachtsgeschäft und Sommersaison mit Nachfrage zu füllen und gleichzeitig neue Kundengruppen zu erreichen.
Neu in diesem Jahr ist die tiefe Einbindung von Rufus, Amazons KI-Einkaufsassistent. Kunden können damit Preisentwicklungen verfolgen, automatische Kaufbenachrichtigungen einrichten und personalisierte Empfehlungen abrufen.
Prime Day im Juni — und was das für Wettbewerber bedeutet
Die größere Nachricht ist die Verschiebung des Prime Day auf Ende Juni. Amazon hat sich dazu nicht offiziell geäußert, Bloomberg berichtet jedoch unter Berufung auf informierte Personen von konkreten Plänen.
Die Verschiebung hat strategisches Gewicht: Amazon vereinnahmt rund 40 Cent von jedem online ausgegebenen Dollar. Konkurrenten wie Walmart oder Best Buy richten ihre eigenen Promotionkampagnen traditionell am Prime Day aus. Eine frühere Terminierung zwingt sie, ihren Kalender ebenfalls anzupassen.
Starke Zahlen im Rücken
Die Kalenderumbauten finden vor dem Hintergrund eines starken Geschäftsjahres 2025 statt. Der Nettoumsatz stieg um 12 Prozent auf 716,9 Milliarden Dollar, der Nettogewinn legte um 31 Prozent auf 77,7 Milliarden Dollar zu. Die Marge im nordamerikanischen Handelsgeschäft erreichte im vierten Quartal mit 9 Prozent einen Rekordwert.
AWS wuchs im vierten Quartal mit 24 Prozent so schnell wie seit 13 Quartalen nicht mehr und kommt auf eine annualisierte Umsatzrate von 142 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand der Cloud-Sparte lag zum Jahresende bei 244 Milliarden Dollar — 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Analysten mehrheitlich optimistisch
Von 58 Analysten, die die Aktie bewerten, empfehlen 53 den Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt laut MarketBeat bei 286,93 Dollar, die Spanne reicht von 195 bis 315 Dollar. Kein Analyst rät zum Verkauf. Die Aktie notiert aktuell rund 8 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.
Ob der Big Spring Sale und der vorgezogene Prime Day die Q1-Zahlen spürbar beeinflussen, zeigen die Quartalsergebnisse am 29. April 2026.
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