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Symbolbild, KI-generiert

Amazon Aktie: Milliarden-Offensive in Asien-Pazifik

Amazon baut seine Cloud-Infrastruktur mit einer 4,4-Milliarden-Euro-Investition in Neuseeland aus und plant weitere Regionen weltweit, während das Werbegeschäft von Instacart dynamisch wächst.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue AWS-Region mit drei Verfügbarkeitszonen in Neuseeland
  • Weltweit 120 Zonen in 38 geografischen Regionen geplant
  • Instacart prognostiziert 3,7 Milliarden Dollar Umsatz für 2025
  • Schulung von 100.000 Neuseeländern in Cloud-Technologien

Der Tech-Riese aus Seattle setzt ein klares Zeichen für weiteres Wachstum: Mit der Eröffnung einer neuen Cloud-Region in Neuseeland investiert Amazon über 7,5 Milliarden neuseeländische Dollar in den Ausbau seiner AWS-Infrastruktur. Die Enthüllung erfolgte am Dienstag und unterstreicht die aggressive Expansionsstrategie des Konzerns im lukrativen Cloud-Geschäft.

Die neue AWS-Region umfasst zunächst drei Verfügbarkeitszonen und erweitert das weltweite Netzwerk auf insgesamt 120 Zonen in 38 geografischen Regionen. Der Schritt ist Teil einer breiteren Offensive: Zehn weitere Zonen und drei neue Regionen in Chile, Saudi-Arabien und der AWS European Sovereign Cloud sind bereits in Planung.

Strategische Bedeutung für den Konzern

Warum investiert Amazon so massiv in die Cloud-Infrastruktur? Die Antwort liegt in der zentralen Rolle von AWS für die KI-Ambitionen des Unternehmens. Das Cloud-Geschäft bildet das Rückgrat für künstliche Intelligenz-Anwendungen und generiert bereits heute Milliardenumsätze für den Konzern.

Die Neuseeland-Investition von umgerechnet 4,4 Milliarden Euro zeigt, wie ernst es Amazon mit der globalen Expansion meint. Dabei geht es nicht nur um Rechenzentren: Das Unternehmen verpflichtete sich, 100.000 Neuseeländer in Cloud-Technologien zu schulen – über 50.000 wurden bereits ausgebildet.

Wachstum trotz Konkurrenzdruck

Während Amazon seine Cloud-Präsenz ausbaut, intensiviert sich der Wettbewerb im Delivery-Segment. Die Tochtergesellschaft Instacart kämpft mit zunehmendem Konkurrenzdruck, nachdem ihr Marktanteil bei Vermittlungsdiensten von 70 auf etwa 58 Prozent gefallen ist.

Dennoch zeigt Instacart Widerstandskraft: Das Unternehmen meldete für 2025 prognostizierte Umsätze von 3,7 Milliarden Dollar bei einer beeindruckenden Bruttomarge von 74,84 Prozent. Besonders das Werbegeschäft entwickelt sich dynamisch und könnte langfristig 4-5 Prozent des Transaktionsvolumens ausmachen.

Digitale Souveränität als Marktchance

Ein interessanter Nebeneffekt: Während Verbraucher zunehmend Alternativen zu US-Tech-Produkten suchen, profitiert Amazon paradoxerweise von diesem Trend. Die wachsende Nachfrage nach digitaler Souveränität treibt Investitionen in lokale Cloud-Infrastrukturen voran – genau das Geschäftsmodell, das Amazon mit seiner regionalen Expansion verfolgt.

Der bevorstehende Gipfel zu digitaler Souveränität am 18. November in Berlin könnte weitere Impulse für Cloud-Investitionen liefern. Für Amazon bedeutet dies potenzielle Aufträge von Regierungen und Unternehmen, die ihre Datenhoheit stärken wollen.

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