Drei bekannte Milliardäre haben Amazon-Aktien im vierten Quartal 2025 massiv aufgestockt — ausgerechnet während der Kurs unter Druck stand. Gleichzeitig wächst Amazons Satellitennetzwerk im Orbit schneller als je zuvor, und die nächsten Quartalszahlen rücken näher. Es verdichten sich gerade mehrere Entwicklungen auf einmal.
Institutionelle Käufe signalisieren Überzeugung
Bill Ackman, Seth Klarman und Stanley Druckenmiller gehören zu den prominentesten Namen, die Amazon im Schlussquartal 2025 zugekauft haben. Ackmanns Pershing Square hielt zum Jahresende Anteile im Wert von 2,2 Milliarden Dollar. Druckenmiller legte noch entschlossener nach: Er kaufte rund 300.000 zusätzliche Aktien und vergrößerte seine Position damit um 69 Prozent.
Insgesamt zählte Amazon im vierten Quartal 2025 laut Auswertung der SEC-Meldungen 111 große institutionelle Käufe. Ein Faktor, der dabei eine Rolle spielen dürfte: Die Aktie wird derzeit mit dem 29-fachen Gewinn bewertet — deutlich unter dem historischen Median von rund 81 für das vergangene Jahrzehnt.
Satellitennetz wächst, Zeitdruck steigt
Amazons Satellitenprojekt — inzwischen unter dem Namen Amazon Leo bekannt — nimmt Fahrt auf. Am 4. April brachte eine Atlas-V-Rakete 29 weitere Satelliten in den Orbit, die bisher größte Einzellieferung für das Programm. Die Gesamtzahl der gestarteten Satelliten liegt damit bei 241.
Zwei weitere Starts stehen unmittelbar bevor: Am 27. April soll eine Atlas-V-Rakete weitere 29 Satelliten von Cape Canaveral aus starten, einen Tag später folgt eine Ariane-64-Rakete mit 32 Satelliten. Amazon Leo VP Chris Weber erklärte auf der SAT Show 2026 in Washington, der kommerzielle Dienst sei nur noch „Monate entfernt“.
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Regulatorisch bleibt der Druck hoch. Amazon hatte die FCC im Januar um mehr Zeit gebeten, um eine Auflage zu erfüllen, die bis Juli 2026 den Start von rund 1.600 Satelliten vorschreibt. Insgesamt plant Amazon eine Konstellation von etwa 7.700 Satelliten. Zusätzliche Komplexität bringt ein möglicher Zukauf: Laut einem Bericht der Financial Times verhandelt Amazon über eine Übernahme von Globalstar — wobei Apples 20-Prozent-Beteiligung aus einem 1,5-Milliarden-Dollar-Investment aus dem Jahr 2024 die Gespräche erschwert.
AWS als Prüfstein am 29. April
Das Fundament bleibt stark: Amazon erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Nettoumsatz von 716,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn stieg um 31 Prozent auf 77,7 Milliarden Dollar. AWS steuerte dazu 128,7 Milliarden Dollar bei — mit operativen Margen konstant über 30 Prozent.
Am 29. April legt Amazon die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Entscheidend wird das AWS-Wachstum sein: Liegt es bei 20 Prozent oder darüber, bleibt die Bewertungslogik intakt. Ein Wert darunter würde die Annahmen, auf denen viele Kursziele beruhen, grundlegend in Frage stellen.
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