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Symbolbild, KI-generiert

Amazon Aktie: Investitionen auf breiter Front

Amazon treibt KI-Infrastruktur mit Cerebras-Chips voran und führt neue Streaming-Stufe ein, während US-Politik das Geschäftsportal hinterfragt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • AWS integriert Cerebras-Chips für KI-Dekodierung
  • Neue Premium-Stufe Prime Video Ultra angekündigt
  • 37-Milliarden-Dollar-Anleihe für Infrastrukturprojekte
  • US-Senatorin stellt Anfrage zu Amazon Business

Amazon treibt den Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur mit einem ungewöhnlichen Hardware-Deal voran und strukturiert gleichzeitig sein Streaming-Angebot neu. Während das Unternehmen Milliarden in Rechenzentren pumpt, gerät eine seiner Plattformen ins Visier der US-Politik.

KI-Chips für die Cloud

AWS integriert künftig die CS-3-Chips von Cerebras Systems in seine Rechenzentren — ergänzend zu den eigenen Trainium3-Prozessoren. Die Aufgabenteilung ist dabei klar definiert: Trainium3 übernimmt die Prefill-Prozesse, Cerebras die Dekodierungsaufgaben. Das Ziel ist eine schnellere und kostengünstigere Verarbeitung generativer KI-Anwendungen. Verfügbar werden soll das Setup für Cloud-Kunden in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Die Nachfrage nach Rechenkapazität ist bereits gesichert. OpenAI plant, zwei Gigawatt Trainium-Kapazität über AWS zu nutzen, Anthropic setzt die Chips zum Training und Betrieb eigener Modelle ein und hat AWS als primären Trainingspartner etabliert.

Streaming und Regulierung

Im Unterhaltungsbereich führt Amazon eine neue Premium-Stufe namens „Prime Video Ultra“ ein. Für 4,99 Dollar monatlich erhalten Nutzer werbefreies Streaming in 4K Ultra HD mit Dolby Vision und Dolby Atmos, bis zu fünf gleichzeitige Streams sowie 100 Downloads pro Account. Features wie 4K-Auflösung werden damit exklusiv in diesen Tier verschoben — das Basisabo bleibt mit Werbung bestehen.

Finanziell hat Amazon zuletzt eine Anleihe im Volumen von 37 Milliarden Dollar platziert, um laufende Infrastrukturprojekte zu finanzieren.

Auf politischer Ebene hat US-Senatorin Elizabeth Warren eine formelle Anfrage an Amazon gerichtet. Sie will wissen, wie das Beschaffungsportal Amazon Business Preise für Schulen, Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen gestaltet — konkret, ob algorithmusgesteuerte Preissysteme persönliche Verbraucherdaten nutzen, um Konditionen für öffentliche Käufer zu beeinflussen. Eine Antwort Amazons steht bislang aus.

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