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Amazon Aktie: Historischer Investitions-Schock!

Amazon erhöht seine Investitionen für digitale Infrastruktur auf 200 Milliarden US-Dollar, um die Cloud- und KI-Führung zu sichern. Die eigene Chipproduktion erreicht eine Umsatzrate von über 20 Milliarden Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekord-Capex von 200 Milliarden US-Dollar für 2026
  • Eigene Chips erreichen 20-Milliarden-Dollar-Umsatzrate
  • AWS-KI-Dienste erzielen 15 Milliarden Dollar Run Rate
  • Aktie legt über 11 Prozent auf Wochensicht zu

Amazon schraubt seine Ausgaben für die digitale Infrastruktur in nie gekannte Höhen. Der jüngste Aktionärsbrief von CEO Andy Jassy offenbart nicht nur ein gigantisches Budget für das laufende Jahr, sondern auch überraschende Details zur internen Chip-Produktion. Die Nachfrage nach der hauseigenen Hardware ist inzwischen so gewaltig, dass der Konzern Großkunden schlichtweg die Tür weisen muss.

Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist das Cloud-Geschäft AWS. Hier erzielt Amazon mittlerweile allein mit KI-Diensten eine hochgerechnete Jahresumsatzrate (Run Rate) von über 15 Milliarden US-Dollar. Noch beeindruckender entwickelt sich die hauseigene Halbleitersparte um die Graviton- und Trainium-Chips. Mit einer Run Rate von über 20 Milliarden US-Dollar hat diese Einheit eine enorme Größe erreicht. Zwei große AWS-Kunden wollten kürzlich die gesamte Graviton-Kapazität für das Jahr 2026 aufkaufen. Amazon lehnte ab, um den Eigenbedarf für die eigene Server-Infrastruktur zwingend abzusichern.

Milliarden für Rechenzentren und Logistik

Um den Vorsprung im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz zu halten, nimmt das Management extrem viel Geld in die Hand. Für das Geschäftsjahr 2026 bestätigte Amazon ein Investitionsbudget (Capex) von rund 200 Milliarden US-Dollar – ein massiver Sprung gegenüber den 131,8 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahr. Ein Großteil dieser Mittel fließt in den regionalen Ausbau, wie etwa eine zusätzliche 13-Milliarden-Dollar-Investition im US-Bundesstaat Mississippi. Anleger honorieren diese aggressive Expansionsstrategie: Die Aktie legte auf Wochensicht um 11,58 Prozent zu und schloss am Freitag bei 202,85 Euro, was den Titel mit einem RSI von 84,9 kurzfristig in den stark überkauften Bereich drückt.

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Neben dem dominierenden Cloud-Sektor treibt der Konzern im laufenden Jahr weitere operative Meilensteine voran:

  • AWS-Auftragsbestand: Anstieg um rund 40 Prozent auf 244 Milliarden US-Dollar.
  • Energieversorgung: Geplante Verdopplung der gesamten Stromkapazität bis Ende 2027.
  • Pharma-Partnerschaft: Same-Day-Lieferung für die neue GLP-1-Pille „Foundayo“ von Eli Lilly.
  • Satelliten-Internet: Offizieller Start des „Amazon Leo“-Netzwerks mit rund 200 Satelliten für Mitte 2026 terminiert.

Die enormen Vorabinvestitionen von 200 Milliarden US-Dollar belasten zwar kurzfristig den freien Cashflow, sind laut Management aber bereits fest an konkrete Kundenzusagen gebunden. Die vollständige Monetarisierung dieser Infrastruktur-Ausgaben ist für die Jahre 2027 und 2028 fest eingeplant. Bis dahin sichert sich Amazon durch die massive Ausweitung seiner Strom- und Serverkapazitäten die physische Grundlage, um den anhaltenden KI-Boom bedienen zu können.

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