Die Amazon-Aktie erlebt derzeit eine Talfahrt, wie sie Anleger seit zwei Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Neun Handelstage in Folge ging es für den Tech-Giganten bergab – eine Negativserie, die den Titel direkt in einen Bärenmarkt befördert hat. Doch was treibt Investoren dazu, scharenweise zu fliehen? Der Grund liegt in einer gigantischen, 200 Milliarden Dollar schweren Wette auf die Zukunft, die kurzfristig die Bilanz zu verhageln droht.
Die 200-Milliarden-Dollar-Sorge
Der vergangene Freitag markierte den vorläufigen Tiefpunkt: Mit einem Schlusskurs von 198,79 Dollar summiert sich das Minus seit dem Rekordhoch im November auf 21,4 Prozent. Damit erfüllt Amazon nun offiziell die Definition eines Bärenmarktes und leistet Microsoft Gesellschaft, dessen Aktienkurs ebenfalls deutlich nachgegeben hat. Eine Verlustserie von neun Tagen in Folge gab es bei Amazon zuletzt im Juli 2006.
Verantwortlich für den massiven Abverkauf ist vor allem die aggressive Ausgabenpolitik des Konzerns. Amazon plant für das Jahr 2026 Kapitalausgaben (Capex) von rund 200 Milliarden Dollar. Das ist die höchste Summe unter den großen Tech-Konzernen, die zusammen in diesem Jahr geschätzt 650 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur stecken wollen. Die Wall Street zeigt sich alarmiert: Es wachsen Zweifel, ob diese massiven Investitionen schnell genug Rendite abwerfen. Marktbeobachter warnen, dass der Free Cash Flow durch diese Ausgabenorgie ins Negative rutschen könnte, was Amazon möglicherweise zur Aufnahme neuer Schulden zwingt.
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Strategie trotz Gegenwind
Ungeachtet des massiven Kursdrucks treibt das Management seine strategische Expansion weiter voran. Die Cloud-Sparte AWS vertiefte jüngst ihre Partnerschaft mit dem Chiphersteller STMicroelectronics. Amazon sicherte sich dabei Optionen auf den Erwerb von bis zu 24,8 Millionen Aktien des Partners. Der Deal soll die Versorgung mit energieeffizienten Komponenten für die Rechenzentren langfristig sichern.
Parallel dazu laufen Gespräche über einen neuen Marktplatz für digitale Inhalte. Berichten zufolge will Amazon eine Plattform schaffen, auf der Verlage ihre Inhalte direkt an KI-Entwickler lizenzieren können. Damit versucht der Konzern, sich als unverzichtbarer Mittelsmann in der aufkeimenden KI-Ökonomie zu positionieren und das Problem der Content-Vergütung zu lösen.
Das Marktumfeld bleibt jedoch toxisch für Unternehmen mit extrem hohen Ausgabenplänen. Der breite Tech-Sektor steht unter Druck, da Investoren Kapital aus aggressiven KI-Wetten abziehen und Sicherheit suchen. Solange Amazon nicht beweisen kann, dass die gewaltigen Investitionen die Profitabilität nicht dauerhaft gefährden, dürfte die Aktie weiter einen schweren Stand haben.
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