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Symbolbild, KI-generiert

Amazon Aktie: Globalstar im Visier

Amazon verhandelt über den Kauf von Globalstar für rund 9 Milliarden Dollar, um seinen Einstieg in den Satellitenmarkt zu beschleunigen und gegen Starlink zu konkurrieren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategischer Zukauf für Direct-to-Device-Technologie
  • Bestehende Partnerschaft mit Apple als Verhandlungsthema
  • Massive Investitionsoffensive trotz operativer Stärke
  • Aktie verzeichnet Minus seit Jahresbeginn

Amazon verhandelt offenbar über den Kauf des Satellitenkommunikationsunternehmens Globalstar — für rund 9 Milliarden Dollar. Die Financial Times berichtete am 2. April 2026 erstmals über die weit fortgeschrittenen Gespräche. Der Deal würde Amazons Ambitionen im Orbit erheblich beschleunigen.

Direkter Angriff auf Starlinks Marktstellung

Hinter dem Schritt steckt eine klare strategische Logik: Globalstar verfügt über bestehende Spektrumlizenzen und operative Satelliten — Ressourcen, die Amazon Jahre an Eigenentwicklung ersparen könnten. Ziel ist es, die sogenannte „Direct-to-Device“-Technologie voranzutreiben, die es normalen Smartphones ermöglicht, sich ohne spezielle Hardware direkt mit Satellitennetzwerken zu verbinden.

SpaceX dominiert diesen Markt mit Starlink bislang klar. Eine Übernahme von Globalstar würde Amazon einen deutlich schnelleren Einstieg ermöglichen, als es der organische Aufbau der eigenen Amazon-Leo-Konstellation erlaubt. Bislang hat das Unternehmen rund 200 Satelliten gestartet, angepeilt sind 7.700 — der kommerzielle Dienst soll noch in diesem Jahr anlaufen.

Eine Komplikation gibt es allerdings: Apple hält einen Anteil von 20 % an Globalstar und nutzt das Netzwerk für seinen Notfall-Satellitendienst. Jede Einigung müsste die bestehende Partnerschaft mit Apple berücksichtigen — ein nicht triviales Verhandlungsthema.

Investitionen auf Rekordniveau

Der mögliche Zukauf fällt in eine Phase massiver Kapitalausgaben. Für das Geschäftsjahr 2026 plant Amazon rund 200 Milliarden Dollar an Investitionen — nach 131 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Großteil fließt in den Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz sowie in den Aufbau der Leo-Satellitenkonstellation.

Die Finanzbasis dafür ist solide: Im jüngsten Quartal erzielte Amazon einen Umsatz von 213,4 Milliarden Dollar, ein Plus von 13,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der operative Cashflow stieg auf Zwölf-Monats-Basis um 20 % auf 139,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie von 1,95 Dollar verfehlte die Konsensschätzung von 1,97 Dollar nur minimal.

Parallel dazu baut Amazon sein Ökosystem weiter aus: Ab 2028 soll Delta Air Lines über Amazon Leo mit Bord-WLAN versorgt werden. Zudem wurde „Alexa+“ vorgestellt — ein generatives KI-Update, das natürlichsprachige Bestellungen über Drittanbieter-Lieferdienste ermöglicht.

Die Aktie notierte am heutigen Freitag bei Eröffnung bei 209,77 Dollar und liegt damit seit Jahresbeginn rund 9 % im Minus — trotz operativer Stärke belastet das Ausmaß der Investitionsoffensive die Stimmung der Anleger spürbar.

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