Zwei Großbanken, ein Satelliten-Deal und ein Quartalsbericht in neun Tagen — Amazon geht mit breiter Rückendeckung in eine entscheidende Woche.
Bank of America und KeyBanc haben ihre Kursziele am 20. April zeitgleich angehoben. BofA-Analyst Justin Post schraubt sein Ziel auf 298 Dollar, KeyBanc geht mit 325 Dollar noch weiter. Beide Häuser behalten ihre bullishen Ratings bei.
AWS im Mittelpunkt
Post schätzt für Q1 einen Umsatz von 178,4 Milliarden Dollar und ein operatives Ergebnis von 21,4 Milliarden Dollar — jeweils über dem Marktkonsens. Besonders auffällig: BofA hebt seine AWS-Wachstumsschätzung auf 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr an, während die Straße nur 25 Prozent erwartet. Treiber soll Anthropic sein, das allein rund 1,3 Milliarden Dollar zusätzlicher AWS-Erlöse im Quartalsvergleich beisteuern könnte.
KeyBanc sieht für 2027 einen Gewinn je Aktie von annähernd 10 Dollar und legt sein Kursziel auf das 33-Fache dieser Schätzung fest. Kurzfristig mahnt die Bank zur Vorsicht: Höhere Investitionskosten für das Satellitennetz Amazon Leo und gestiegene Energiepreise belasten das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2026.
Satellit trifft Golfsport
Parallel zur Analystenaktivität sicherte sich Amazon Leo seinen ersten Live-Sport-Vertrag. Der DP World Tour — die europäische Profi-Golftour — wird ab 2026 das Satellitennetz für 42 Turniere pro Jahr nutzen. Live-Scoring, Fan-Apps und Broadcast-Produktion sollen über das Netz laufen.
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Amazon Leo konkurriert direkt mit Starlink und betreibt über 3.000 Satelliten in rund 640 Kilometern Höhe. Die geringere Distanz reduziert die Latenz erheblich und ermöglicht Echtzeitanwendungen bis hin zu 4K-Streaming. Amazon selbst rechnet mit rund einer Milliarde Dollar höheren Leo-Kosten im laufenden Jahr gegenüber 2025.
Kurs mit Luft nach oben
Die Amazon-Aktie notiert aktuell bei rund 209 Euro und liegt damit gut 38 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief vom April 2025. KeyBancs Kursziel von 325 Dollar impliziert gemessen am aktuellen Kurs erhebliches Aufwärtspotenzial — sofern die Quartalszahlen liefern.
Der entscheidende Datenpunkt am 29. April ist das AWS-Umsatzwachstum. Im Vorjahresquartal erzielte der Cloud-Arm 29,3 Milliarden Dollar. Hält das Wachstumstempo bei oder über 20 Prozent, dürfte das die milliardenschwere Capex-Strategie rechtfertigen. Eine deutliche Verlangsamung würde die Frage aufwerfen, ob die Investitionen der tatsächlichen Nachfrage vorauseilen.
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