Während viele Tech-Konzerne noch über KI-Strategie reden, schafft Amazon Fakten: neue Cloud-Meilensteine in Europa, ein umbenanntes Satellitennetz und AWS-Wachstum auf dem schnellsten Tempo seit fast vier Jahren. Die Aktie legte am Mittwoch rund zwei Prozent zu.
AWS Europa: SCHUFA und SAP als Schlüsselkunden
Amazons europäische Sovereign Cloud gewinnt an Substanz. Die SCHUFA, Deutschlands wichtigste Wirtschaftsauskunftei, hostet künftig die Finanzdaten von über 69 Millionen Verbrauchern auf der Plattform — ein Vertrauensbeweis für die isolierte Infrastruktur, die ausschließlich von EU-ansässigem Personal betrieben wird.
Hinter dem Aufbau steht eine geplante Investition von 7,8 Milliarden Euro in Deutschland bis 2040. Neu hinzugekommen sind Funktionen wie AWS Network Firewall, Elastic Disaster Recovery sowie EC2-Instanzen auf Basis von NVIDIA-L4-GPUs. SAP Cloud ERP Private ist auf der Plattform jetzt allgemein verfügbar — ein Signal für breitere Unternehmensadoption.
Satellitensparte heißt jetzt Amazon Leo
Project Kuiper ist Geschichte. Die Satelliten-Breitbandsparte tritt ab sofort unter dem Namen „Amazon Leo“ auf. Das Netz umfasst inzwischen mehr als 300 Satelliten im niedrigen Erdorbit, zuletzt gestartet mit Ariane-6- und Atlas-V-Raketen.
Derzeit läuft ein Testbetrieb mit ausgewählten Unternehmenskunden — darunter Delta Air Lines und JetBlue, die Vereinbarungen für Bordwlan unterzeichnet haben. Für Mitte 2026 ist der kommerzielle Start geplant, mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s. Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat vorläufig grünes Licht für weitere 4.500 Satelliten der zweiten Generation gegeben, womit die Gesamtkonstellation auf über 7.700 Einheiten anwachsen soll.
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AWS-Wachstum auf höchstem Tempo seit 15 Quartalen
Das Zahlenwerk gibt den Ankündigungen Rückenwind. AWS erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 37,6 Milliarden Dollar — ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das ist das stärkste Wachstum des Cloud-Segments seit 15 Quartalen. Die operative Marge lag bei 38 Prozent, der AWS-Auftragsbestand bei 364 Milliarden Dollar.
Noch nicht eingerechnet ist eine mögliche Verpflichtung des KI-Unternehmens Anthropic, das seine Partnerschaft mit Amazon auf ein potenzielles Gesamtvolumen von 33 Milliarden Dollar ausgeweitet hat. Die Investitionsausgaben beliefen sich im ersten Quartal auf 44,2 Milliarden Dollar — ein hoher Wert, den Analysten jedoch durch das starke Wachstum im Chip-Geschäft mit den Trainium- und Graviton-Serien als langfristigen Margentreiber einordnen.
Wells Fargo bekräftigte sein „Overweight“-Rating und senkte das Kursziel minimal auf 312 Dollar. Die Amazon-Aktie notiert rund 15 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn knapp 18 Prozent zugelegt — der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt weniger als drei Prozent.
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