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Amazon Aktie: Angriff auf Walmart

Amazon startet mit 'Project Kobe' eine Offensive im stationären Handel. Die neuen Supercenter dienen auch als Logistikzentren, um den Marktanteil gegenüber Walmart auszubauen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Supercenter mit KI-Steuerung und Robotik
  • Ziel ist höherer Marktanteil im US-Lebensmittelgeschäft
  • Personelle Verluste in wichtiger KI-Chip-Sparte
  • Übernahme von Robotik-Startups für Automatisierung

Der E-Commerce-Gigant wagt einen neuen Anlauf im stationären Einzelhandel. Mit dem internen Vorhaben „Project Kobe“ plant das Unternehmen riesige Supercenter, die gleichzeitig als hochmoderne Logistikzentren fungieren. Das klare Ziel dieser Strategie ist es, dem Platzhirsch Walmart im hart umkämpften US-Lebensmittelmarkt endlich nennenswerte Marktanteile abzujagen.

KI-gesteuerte Supercenter

Die geplanten Filialen sollen mit rund 21.000 Quadratmetern die Größe typischer Walmart-Märkte erreichen. Sie werden allerdings ein fast doppelt so großes Sortiment von schätzungsweise 250.000 Artikeln bieten. Im Hintergrund übernimmt künstliche Intelligenz die Regie. Ein eigens entwickelter KI-Assistent namens „Frida“ soll das Angebot optimal an die lokale Nachfrage anpassen, während Roboter die Abläufe in den rückwärtigen Lagerbereichen der Märkte automatisieren. Erste Pilotmärkte sind in Illinois und New Jersey geplant.

Dieser strategische Schwenk adressiert eine offensichtliche Schwachstelle. Aktuell kommt das Unternehmen im US-Lebensmittelgeschäft nur auf einen Marktanteil von drei Prozent, während Walmart mit 21 Prozent dominiert. Das dichte Netz an Supercentern verschafft dem Konkurrenten bisher einen immensen logistischen Vorteil bei taggleichen Lieferungen. An der Börse sorgten die kapitalintensiven Expansionspläne heute für Zurückhaltung: Der Kurs gab um 3,25 Prozent auf 174,38 Euro nach.

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Personalwechsel und Roboter-Zukäufe

Abseits des Einzelhandels muss die wichtige KI-Chip-Sparte einen personellen Rückschlag verkraften. Mit Gadi Hutt verlässt ein zentraler Entwickler der hauseigenen Trainium-Chips das Unternehmen. Es ist bereits der zweite prominente Abgang bei der Tochtergesellschaft Annapurna Labs innerhalb von sieben Monaten, nachdem Ende 2025 bereits der leitende KI-Wissenschaftler Rohit Prasad gegangen war.

Analysten fokussieren sich derweil auf die massiven Investitionspläne für das Jahr 2026. Neben dem Ausbau der Cloud-Infrastruktur treibt der Konzern die Automatisierung der Lieferketten aggressiv voran. Erst am Dienstag bestätigte das Management die Übernahme des 2024 gegründeten Start-ups Fauna Robotics, das humanoide Roboter entwickelt. Zuvor hatte man sich bereits den Spezialisten RIVR einverleibt, dessen vierbeinige Roboter künftig menschliche Paketboten auf der letzten Meile unterstützen sollen.

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