Amazon baut sein Logistik-Imperium in den USA massiv aus. Der Konzern öffnet sein Frachtnetzwerk nun landesweit für alle Unternehmen. Dieser Schritt setzt etablierte Logistik-Riesen unter massiven Druck.
Logistik-Offensive setzt Branche unter Druck
Bisher nutzte Amazon seine Flotte vor allem für eigene Pakete. Ab sofort können US-Firmen den LTL-Service („Less-Than-Truckload“) für nationale Sendungen buchen. Dafür stehen mehr als 80.000 Trailer bereit.
Die Konkurrenz reagierte empfindlich auf die Ankündigung. Aktien von FedEx Freight, Saia und Old Dominion verloren zwischen drei und sieben Prozent an Wert. Amazon punktet im Wettbewerb vor allem mit GPS-Tracking und flexiblen Abholzeiten.
Parallel dazu sichert sich der Konzern frisches Kapital für seine KI-Pläne. Ein neuer Kreditrahmen umfasst 17,5 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommt eine milliardenschwere Anleihe in kanadischen Dollar.
Milliarden für die KI-Infrastruktur
Die Investitionen erreichen gigantische Ausmaße. Für das Jahr 2026 plant das Management Ausgaben von rund 200 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil dieser Summe fließt in den Bau von Rechenzentren und die Entwicklung eigener KI-Chips.
Ein jahrelanger Patentstreit mit InterDigital ist derweil beigelegt. Die neue Lizenzvereinbarung umfasst wichtige Dienste wie Prime Video. Alle aktiven Klagen wurden im Zuge der Einigung offiziell zurückgezogen.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 205,10 Euro. Damit liegt das Papier knapp 14 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Der Relative-Stärke-Index (RSI) deutet mit einem Wert von 32,3 auf eine technisch überverkaufte Situation hin.
Die Gesamtschuldenlast bleibt mit über 225 Milliarden US-Dollar auf einem hohen Niveau. Investoren achten nun darauf, ob die neue Logistik-Sparte die Margen nachhaltig stabilisiert.
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