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Amazon Aktie: 6 Milliarden in Louisiana-Rechenzentrum

Amazon investiert trotz Kursrückgang Milliarden in Cloud-Ausbau und Robotik-Fabrik. Analysten zeigen sich optimistisch und sehen weiteres Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sechs Milliarden Dollar für Rechenzentren
  • Neue Robotik-Fabrik in Texas geplant
  • Globalstar-Übernahme schreitet voran
  • Rosenblatt startet mit Kaufempfehlung

Trotz eines Kursrückgangs am gestrigen Donnerstag treibt Amazon seine Expansionspläne massiv voran. Während die Aktie im Zuge einer allgemeinen Schwäche im Technologiesektor nachgab, vermeldete der Konzern neue Großprojekte in den Bereichen Cloud-Infrastruktur und Fertigung. Im Fokus stehen dabei milliardenschwere Investitionen in den USA sowie die strategische Weiterentwicklung der Logistik.

Massive Expansion der Cloud-Infrastruktur

Im Zentrum der aktuellen Entwicklungen steht ein bedeutender Ausbau der Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS). Das Unternehmen gab gestern bekannt, rund 6 Milliarden US-Dollar in einen dritten Rechenzentrums-Campus im Nordwesten von Louisiana zu investieren. Damit steigt das gesamte geplante Investitionsvolumen von Amazon in diesem US-Bundesstaat auf etwa 18 Milliarden US-Dollar.

Parallel dazu stellt AWS über 500 Millionen US-Dollar für ein neues Förderprogramm bereit, das Studenten weltweit Cloud- und KI-Trainings sowie Zertifizierungen ermöglichen soll.

Neben der Cloud-Infrastruktur stärkt Amazon seine Kompetenzen in der Hardware-Produktion. In Austin, Texas, plant der Konzern den Bau einer neuen Fabrik für Robotik-Systeme. Nach Unternehmensangaben sollen dort zwischen 300 und 500 Arbeitsplätze in den Bereichen Fertigung und Ingenieurwesen entstehen.

Diese Nachricht folgt auf die Ankündigung vom vergangenen Mittwoch, den Drohnen-Lieferdienst Prime Air massiv auszuweiten. Bis Ende 2026 sollen Pakete mit einem Gewicht von bis zu 5 Pfund in fast 500 US-Städten innerhalb von 30 Minuten zugestellt werden können.

Strategische Übernahmen und Analystenstimmen

Strategisch rückt zudem die geplante Übernahme von Globalstar, Inc. näher. Amazon reichte am 18. August einen Prospekt für die Ausgabe von Stammaktien ein, die als Gegenleistung für die Fusion dienen sollen. Der Abschluss der Transaktion, durch die Globalstar eine hundertprozentige Tochtergesellschaft werden soll, wird für das Jahr 2027 erwartet.

In jüngsten Pflichtmitteilungen wurde zudem bekannt, dass der institutionelle Investor Victrix Investment Advisors seine Position im zweiten Quartal um 6,4 % aufgestockt hat. Auch für den Hedgefonds Appaloosa von David Tepper bleibt das Papier laut Meldungen vom 18. August die größte Position im Portfolio.

Am gestrigen Donnerstag startete das Analysehaus Rosenblatt Securities die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 335,00 US-Dollar. Die Experten begründen dies mit der führenden Rolle des Konzerns bei Künstlicher Intelligenz und dem beschleunigten Wachstum von AWS.

Bereits am Montag hatte Morgan Stanley seine Einstufung auf „Overweight“ mit demselben Kursziel bestätigt. In einem optimistischen Szenario trauen die Analysten von Morgan Stanley dem Titel bis Ende 2027 sogar einen Anstieg auf 500,00 US-Dollar zu, sofern die Cloud-Sparte die Marke von einer Billion US-Dollar Jahresumsatz erreicht.

An der Börse konnte sich die Aktie dem negativen Marktumfeld gestern nicht entziehen. Das Papier verlor am Donnerstag 2,2 % und schloss bei 222,70 Euro. Damit notiert der Wert rund 11 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 249,00 Euro, das Anfang August erreicht worden war.

Belastet wurde der Sektor Medienberichten zufolge vor allem durch vorsichtige Prognosen des Einzelhändlers Walmart und steigende Renditen für Staatsanleihen, die Inflationssorgen am Markt neu entfachten.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.