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Amazon Aktie: 1,5 Milliarden Dollar an Kunden

Amazon kämpft mit massiven KI-Ausgaben trotz starkem AWS-Wachstum. Der freie Cashflow ist eingebrochen, während neue Händlerregeln und ein Milliarden-Vergleich anstehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordumsätze bei AWS erwartet
  • KI-Investitionen fressen Cashflow auf
  • Neue Regeln für Marktplatz-Händler
  • Milliarden-Entschädigung für Prime-Kunden

Amazon steht vor einer entscheidenden Woche. Während das Cloud-Geschäft AWS Rekorde anvisiert, fressen gigantische KI-Investitionen die Reserven auf. Die Aktie schwankt aktuell zwischen Wachstumsfantasie und der Furcht vor einer massiven Kostenexplosion.

Der Schatten von Alphabet liegt über dem E-Commerce-Riesen. Marktbeobachter befürchten, dass CEO Andy Jassy die Investitionsausgaben für 2026 nach oben schraubt. Bisher steuert Amazon auf Ausgaben von rund 200 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr zu. Ein weiterer Anstieg der Infrastrukturkosten könnte die kurzfristige Kursentwicklung belasten.

Die Hoffnung ruht primär auf Amazon Web Services. Analysten rechnen mit einem Umsatzwachstum von 33 Prozent im Cloud-Segment, getrieben durch die Nachfrage nach neuen KI-Modellen. Indes zeigt der freie Cashflow deutliche Risse. Er sackte zuletzt auf rund 1,2 Milliarden Dollar ab — ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei über 25 Milliarden Dollar.

Operativ setzt der Konzern ab heute neue Standards für seine Marktplatz-Händler durch. Produktbeschreibungen müssen präziser und für Algorithmen optimiert sein. Außerdem endet am heutigen Montag die Frist für einen Entschädigungsfonds. Amazon zahlt rund 1,5 Milliarden Dollar an Kunden aus, um Vorwürfe rund um Prime-Mitgliedschaften beizulegen.

Das Management muss nun beweisen, dass die Cloud-Gewinne die hohen Abschreibungen für neue Rechenzentren auffangen können. Bestätigt Andy Jassy das bisherige Investitionsziel ohne weitere Erhöhungen, dürfte dies die Märkte beruhigen. Bleibt die Aktie jedoch unter ihrem 50-Tage-Schnitt von 215,47 Euro, droht charttechnisch vorerst weitere Stagnation.

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Diskussion zu Amazon

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.