Große Adressen bauen ihre Positionen bei Altria deutlich aus, Analysten werden optimistischer – und in knapp zwei Wochen stehen wichtige Zahlen an. Die Mischung aus neu erwachtem Interesse institutioneller Investoren, einer frischen Kaufempfehlung von UBS und einem klaren Dividendenschwerpunkt sorgt für neuen Schwung. Entscheidend wird nun, ob die anstehenden Quartalszahlen die hohen Erwartungen untermauern.
Institutionelle Käufe als Signal
Im Mittelpunkt steht derzeit ein ungewöhnlich kräftiger Ausbau von Beteiligungen durch Finanzinstitute. Besonders ins Auge fällt Conning Inc.: Der Vermögensverwalter hat seine Position im dritten Quartal um beeindruckende 4.073,5 % aufgestockt. Konkret kaufte Conning 357.409 zusätzliche Altria-Aktien und hält nun 366.183 Stück im Wert von rund 24,19 Mio. US-Dollar.
Solche Bewegungen gelten in der Regel als Indiz dafür, dass professionelle Investoren entweder eine Unterbewertung sehen oder auf robuste zukünftige Cashflows setzen. Der jüngste Zufluss ist also kein Einzelfall, sondern Teil eines breiteren Bildes: Mehrere große Adressen erhöhen ihr Engagement, was den positiven Ton rund um die Aktie verstärkt.
Analysten drehen auf „Kaufen“
Rückenwind kommt zusätzlich von der Analystenseite. UBS hat die Einstufung für Altria von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben. Grundlage ist vor allem die Einschätzung, dass sich die Lage im Kerngeschäft stabilisiert. Die UBS-Analysten sehen Anzeichen dafür, dass der Rückgang der Zigarettenmengen an Tempo verliert, während der Übergang zu rauchfreien Produkten an Glaubwürdigkeit gewinnt.
Die aktuellen Kursziele zeichnen ein vorsichtig optimistisches Bild:
- UBS sieht die Aktie bei 63,00 US-Dollar und damit nahe am aktuellen Niveau.
- Goldman Sachs ist deutlich zuversichtlicher und nennt 72,00 US-Dollar.
- Im Schnitt kommen die Analysten auf rund 62,56 US-Dollar – ein moderates Aufwärtspotenzial.
Damit stützt die Analystenseite das Bild, das auch aus den Transaktionen der Institutionellen entsteht: Kurzfristig dominieren positive Erwartungen, ohne dass die Risiken im Kerngeschäft völlig ausgeblendet werden.
Anstehende Zahlen als Bewährungsprobe
Der nächste harte Test steht bereits fest: Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, präsentiert Altria um 9:00 Uhr Eastern Time die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 in einem Webcast. Auf dem Podium stehen CEO Billy Gifford und CFO Sal Mancuso.
Für Anleger ist dieser Termin aus zwei Gründen entscheidend:
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- Er liefert den ersten klaren Beleg, ob die von UBS beobachtete Stabilisierung der Volumina tatsächlich im Ergebnis ankommt.
- Er gibt Aufschluss darüber, wie weit Altria beim Umbau in Richtung rauchfreie Produkte operativ wirklich ist.
Der Markt wird genau hinschauen, ob sich die verbesserte Stimmung auch in Umsatz- und Gewinnzahlen widerspiegelt – oder ob die Fantasie der vergangenen Wochen vorausgelaufen ist.
Kennzahlen und technische Lage
Kursseitig hat die Aktie zuletzt spürbar zugelegt: Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von gut 22 %, auf Jahressicht rund 24 %. Gestern schloss der Titel bei 61,58 US-Dollar und markierte damit ein neues 52‑Wochen-Hoch.
Auffällig ist der starke Abstand zu den gleitenden Durchschnitten: Der Kurs liegt rund 15 % über dem 50‑ und dem 200‑Tage-Schnitt. Der RSI (14 Tage) von 82,2 signalisiert kurzfristig einen überkauften Zustand, was auf eine sehr dynamische Rally in kurzer Zeit hinweist.
Dividende und Rückkaufprogramm im Fokus
Parallel zur Kursentwicklung bleibt der Rückfluss an die Aktionäre ein zentrales Argument für Altria. Die Aktie bietet eine Dividendenrendite von etwa 6,9 bis 7,4 %. Pro Quartal werden 1,06 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet, auf Jahresbasis also 4,24 US-Dollar. Zusätzlich läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 2,0 Mrd. US-Dollar, das den Gewinn je Aktie stützt und die Zahl der umlaufenden Aktien reduziert.
Diese Kombination aus hoher direkter Ausschüttung und Rückkäufen unterstreicht den Charakter der Aktie als Ertragswert. Vor allem einkommensorientierte Anleger finden hier weiterhin ein attraktives Paket.
Fazit: Viel Vorschuss, Bewährung folgt
Aktuell treffen bei Altria mehrere positive Faktoren zusammen: starke Zuflüsse institutioneller Investoren, ein deutliches Analysten-Upgrade und eine attraktive Ausschüttungsstrategie. Der Kurs hat darauf bereits deutlich reagiert und notiert auf Jahreshöchststand mit spürbarem Abstand zu den Durchschnittskursen.
Der weitere Verlauf hängt nun maßgeblich von den Zahlen am 29. Januar ab. Bestätigen Umsatz, Ergebnis und Volumentrends die aktuellen Hoffnungen, könnte das bullische Szenario zusätzlichen Rückenwind erhalten. Fallen die Daten dagegen schwächer aus, würde ein Teil des jüngsten Optimismus wohl rasch aus dem Kurs weichen.
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