Die Altech Advanced Materials AG hat die Einstellung ihres zentralen Batterieprojekts „Cerenergy“ im Industriepark Schwarze Pumpe beschlossen. Diese Entscheidung folgt auf eine neunmonatige, erfolglose Suche nach strategischen Partnern und Investoren. Da die notwendige Kapitalsicherung für den Bau der Fabrik nicht realisiert werden konnte, wird die zuständige Projektgesellschaft Altech Batteries GmbH (ABG) nun abgewickelt. An dieser Gesellschaft hielt die Fraunhofer-Gesellschaft einen Anteil von 25 Prozent, während die restlichen 75 Prozent auf den Partner ATB entfielen.
Finanzielle Folgen und Verlust der Fördergelder
Der Abbruch des Vorhabens hat weitreichende finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen. Mit der Einstellung des Projekts verfällt eine bereits zugesagte Bundesförderung in Höhe von bis zu 46,7 Millionen Euro. Diese Mittel hätten rund 30 Prozent der gesamten Baukosten gedeckt, waren jedoch strikt an einen erfolgreichen Finanzierungsabschluss gebunden. Da dieser nicht zustande kam, bleiben die Gelder ungenutzt. Um liquide Mittel zurückzugewinnen, wird das Projektgrundstück nun an die Gemeinde Spreetal zurückverkauft. Der Bruttoerlös aus dieser Transaktion beläuft sich auf etwa 675.000 Euro.
Für den Industriestandort Sachsen bedeutet das Aus einen herben Rückschlag. Ursprünglich sollten in der Fabrik bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die technologische Basis bildeten Natrium-Nickelchlorid-Zellen, für die Zielkosten von weniger als 100 Euro pro Kilowattstunde angestrebt wurden. Während die großindustrielle Fertigung in Schwarze Pumpe scheitert, verbleiben die entsprechenden Patente für die Technologie bei der Fraunhofer-Gesellschaft.
Strategische Krise nach wiederholten Projektpleiten
Medienberichten zufolge markiert dieser Schritt das Scheitern des zweiten großen Batterieprojekts innerhalb kurzer Zeit. Erst am 10. Mai 2026 hatte Altech Advanced Materials das Projekt „Silumina Anodes“ beendet. Damit sind die beiden wichtigsten Zukunftshoffnungen des Unternehmens im Sektor der Energiespeicherung vorerst hinfällig. Die Unternehmensführung hatte zuletzt versucht, die Cerenergy-Speicher als leistungsfähige und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien am Markt zu etablieren.
Die Abwicklung der Projektgesellschaft ABG verdeutlicht die schwierige Lage des Unternehmens bei der Beschaffung von Wachstumskapital. Trotz der technologischen Zusammenarbeit mit renommierten Partnern wie Fraunhofer gelang es nicht, die für die Skalierung erforderlichen Millioneninvestitionen zu sichern. Das Management muss nun den Fokus neu ausrichten, nachdem die industriellen Ambitionen am Standort Schwarze Pumpe vollständig aufgegeben wurden.
Altech Advanced Materials-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Altech Advanced Materials-Analyse vom 5. August liefert die Antwort:
Die neusten Altech Advanced Materials-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Altech Advanced Materials-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Altech Advanced Materials: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
