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Alstom Aktie bricht nach enttäuschender Cashflow-Prognose ein

Aktionäre des Bahnzulieferers und Infrastrukturanbieters Alstom SA dürften heute beim Blick auf den aktuellen Aktienkurs vermutlich ihren Augen nicht trauen, denn aktuell brechen die Papiere um rund 36 Prozent auf 13,75 Euro ein. Damit sind auf einen Schlag rund 2,5 Milliarden Euro an Börsenwert weg.

Was ist passiert? 

Alstom hat heute aufgrund angestiegener Lagerbestände seine Prognose für den Cashflow deutlich nach unten korrigiert und geht bei den freien Barmitteln für das laufende Jahr von einem Negativbetrag in einer Bandbreite von 500 bis 750 Millionen Euro aus. Dagegen lag die Durchschnittsschätzung der Analysten zuletzt noch bei einem positiven Cashflow von rund 287 Millionen Euro.

Deutsche Bank streicht Kursziel massiv zusammen

Angesichts des “enttäuschenden Barmittelzuflusses” hat Analyst Gael de-Bray von Deutsche Bank Research sein Kursziel für die Alstom-Aktie kräftig von 30 Euro auf 23 Euro gesenkt, wenngleich er seine Einstufung weiter auf “Buy” belässt. Seiner Meinung nach ist die drastische Prognose des Barmittelzuflusses:

ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit des Managements des Zugherstellers.

Deshalb hat er auch seine Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2023/2024 und die folgenden Jahre reduziert.

Aktie weitet Jahresverluste kräftig aus

Mit dem heutigen Kurseinbruch um 36 Prozent auf aktuelle 13,75 Euro haben die Aktien von Alstom seit Jahresbeginn bereits rund 40 Prozent an Wert verloren. Würden sie das reduzierte Kursziel der Deutschen Bank erreichen, dann würden sie zumindest das Jahresanfangsniveau wieder erreichen. Aber bis dahin ist es ein langer Weg…