Alphabet kämpft derzeit an zwei Fronten: Während der Tech-Gigant im globalen KI-Rennen seine Position festigt und die Marktkapitalisierung von rund 4 Billionen Dollar erreicht hat, droht juristischer Gegenwind. Der Konzern hat offiziell Berufung im Kartellverfahren eingelegt – doch kann das rasante Cloud-Wachstum die rechtlichen Risiken dauerhaft überschatten?
Berufung im Monopol-Streit
Im Ringen um seine Vormachtstellung bei der Internetsuche geht Google in die nächste Instanz. Am 16. Januar legte das Unternehmen Berufung gegen das Urteil ein, das Google ein illegales Monopol bescheinigt hatte. Dieser juristische Schritt könnte die Umsetzung strikter Auflagen vorerst verzögern.
Zu den im Dezember 2025 festgelegten Maßnahmen gehören unter anderem die Verpflichtung, Suchdaten für das KI-Training von Wettbewerbern bereitzustellen, sowie ein Verbot mehrjähriger Exklusivverträge. Eine positive Nachricht für Anleger gibt es dennoch: Ein Zwangsverkauf des Chrome-Browsers ist vom Tisch. Google argumentiert, die verhängten Maßnahmen würden nicht nur die Innovation bremsen, sondern auch die Privatsphäre der Nutzer gefährden.
KI-Chef warnt vor Konkurrenz
DeepMind-CEO Demis Hassabis bezeichnet das aktuelle Marktumfeld als den „intensivsten Wettbewerb“ der Technologiegeschichte. Um die Führungsposition zu behaupten, stimmt sich der Leiter der KI-Sparte inzwischen täglich direkt mit Konzernchef Sundar Pichai ab.
Hassabis warnte zudem, dass chinesische KI-Modelle den Abstand zu US-Entwicklungen drastisch verkürzt hätten und technologisch wohl nur noch wenige Monate zurückliegen. Allerdings sieht er bei chinesischen Firmen bisher noch keine Fähigkeit zu echten, bahnbrechenden Innovationen jenseits des bekannten Standards. Das eigene Modell Gemini 3 stößt seit dem Start im November 2025 auf positive Resonanz im Markt.
Cloud-Sparte als Gewinnmaschine
Ein massiver Treiber für die Alphabet-Aktie bleibt die Cloud-Sparte, die sich zunehmend zur Cashcow entwickelt. Allein im dritten Quartal 2025 erwirtschaftete dieser Bereich einen operativen Gewinn von 3,59 Milliarden Dollar bei einer Marge von 23,7 Prozent. Besonders beeindruckend ist der Auftragsbestand, der im Jahresvergleich um 82 Prozent auf 155 Milliarden Dollar in die Höhe schoss.
Analysten trauen der Sparte für das Jahr 2026 einen Nettogewinn von 20 Milliarden Dollar zu. Befeuert wird dieser Optimismus durch die hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur im Unternehmensbereich, wo Google mit einer Kombination aus Nvidia-Chips und eigenen Prozessoren (TPUs) punktet.
Analysten heben Kursziele an
Die Wall Street zeigt sich trotz der juristischen Hürden optimistisch. Investmenthäuser wie Wolfe Research und Cantor Fitzgerald haben ihre Kursziele zuletzt auf bis zu 380 Dollar angehoben. Fundamental untermauerte Alphabet diese Zuversicht mit starken Q3-Zahlen, die sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen deutlich übertrafen. Allerdings nutzten Insider die hohen Kurse zuletzt für Verkäufe: In den letzten 90 Tagen trennten sie sich von Aktien im Wert von knapp 58 Millionen Dollar.
Anleger blicken nun auf den 4. Februar 2026. An diesem Datum wird Alphabet die Bücher für das abgelaufene Geschäftsjahr öffnen und zeigen müssen, ob die operative Stärke im Cloud- und KI-Geschäft ausreicht, um die regulatorischen Unsicherheiten weiter in den Hintergrund zu drängen.
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